AktuellesInfo

Wiederbesetzung am 26 April | Skill-Sharing Camp (12. -25. April) und Waldfest (12. April) | Widerstand im Garzweiler Revier: Widerstandsfest bei der Gärtnerei Mayer am 22. April: Gärtnern für den Widerstand, helfen auf dem Hof und abends Vortrag: „RWE – der Kampf um Kohle und Posten“ – Hochneukircher Weg 3, Borschemich

„We oppose all this shit“ Interview mit dem EarthFirst! Journal

EarthFirst! Newswire

Das Earth First! Journal hat ein großes Interview zum Hambacher Forst, Räumung, Wiederbesetzung und dem Protest im Rheinland veröffentlicht!

Wer Interesse hat, die_der abonniere doch bitte den Newsletter der Seite, um mit den Freund_innen beim EF! Journal solidarisch zu sein und gleichermaßen auf dem aktuellen Stand der „direct actions in defense of living systems“ zu bleiben!

Hier das Interview

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Weitere Infoveranstaltung zum Hambacher Forst in den USA

Am Freitag, den 11. April 2014, fand eine äußerst gut besuchte Infoveranstaltung in Chapel Hill/NC (USA) statt.

Internationalist Books Chapel Hill

Im „Internationalist Books & Community Center“ kamen gut zwei Dutzend Menschen zusammen und neben der Info-Veranstaltung ging es in einer anschließenden Fragerunde vor allen Dingen um die aktuelle Lage der Bewegung im Rheinland – so dass insgesamt über 3 Stunden informiert, ausgetauscht, diskutiert und gefragt wurde.

Wir freuen uns über diese Vernetzung und Anteilnahme und senden unsere solidarischen Grüße und Liebe an alle Genoss_innen und Freund_innen überall dort draußen – und heute besonders nach Chapel Hill!

Wiesenbesetzung lädt AnwohnerInnen zu Besuch und Dialog ein

Wiesenbesetzung lädt AnwohnerInnen zu Besuch und Dialog ein – Empörung über Presseberichte zu unbewiesenen Straftaten

Morschenich/Kerpen, 19.4.2014.
Die Wiesenbesetzung in Morschenich lädt AnwohnerInnen ein, das Camp zu besuchen, um mit den BesetzerInnen ins Gespräch zu kommen und sich selbst ein Bild über die Anliegen und Ziele der Klima-AktivistInnen zu machen.

Zur Zeit findet auf der Wiese bei Morschenich ein Skill-Sharing-Camp statt. Es gibt zahlreiche Vorträge und Workshops, in denen TeilnehmerInnen
unter anderem lernen können, welche wilden Kräuter essbar sind oder wie sie einen Erdkühlschrank bauen, der ohne Strom funktioniert.

In den letzten Tagen war in Pressemeldungen berichtet worden, dass Menschen aus dem Umfeld der Wiesenbesetzung SpaziergängerInnen bedroht
oder Fallen im Wald gebaut hätten. „Wir sind hier, um den Hambacher Forst vor der Abbaggerung zu schützen“, sagt die Besetzerin Anja Groll, „außerdem sind wir solidarisch mit den Menschen, die vom Braunkohletagebau betroffen sind. Ja, wir sind wütend
auf den Energiekonzern RWE, auf ihre sog. „Securities“ und die Polizei, die uns willkürlich festhält und teilweise verprügelt. Dennoch haben wir
bisher keinen Menschen verletzt oder gefährdet und haben das auch definitiv nicht vor.
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Hundert Polizist*innen für genau kein Zelt

Gestern Nachmittag, am 16ten April, versuchte die Polizei vergeblich Zelte aus dem Wald beim Wiesencamp zu räumen. Dies scheiterte am Nicht-Vorhandensein der Zelte. Stattdessen wurde der Einsatz zu einem Clownsworkshop umgedeutet.

Am frühen Nachmittag inspizierte ein Ordnungsbeamter der Stadt Merzenich den Wald beim Wiesencamp. Er wurde eskortiert durch zwei Polizeibeamte. Noch bevor er den Wald erreichte suchten ca. 30 Aktivist*innen aus dem Camp, zum Großteil vermummt, Kontakt mit den drei Menschen. Es stellte sich heraus, dass die Polizei den Ordnungsbeamten gebeten hatte sich um das verbotene Wildcampen im Wald zu kümmern. Nach einer kurzen Diskussion stellte der Ordnungsbeamte fest, dass er keine Zelte sehen würde und der Fall somit erledigt wäre. Er und die beiden Polizeibeamt*innen entfernten sich also – immer noch begleitet von einigen Aktivist*innen – vom Camp.

Im Laufe des Nachmittags sammelten sich dann in der unmittelbaren Nähe des Camps zwei Pferdestaffeln, eine Hundestaffel, fünf Streifenwagen, mehrere Wannen und eine Hundertschaft aus Wuppertal. Auch im Nachbarort wurden zwei Streifenwagen stationiert. Eine Person, die versuchte heraus zu finden wozu dieses massive Polizeiaufgebot vonnöten sei, wurde kurzerhand festgenommen, weil sie sich weigerte einen Perso zu zeigen.
Nachdem sich dieses Polizeiaufgebot versammelt hatte, kam erneut der Ordnungsbeamte der Stadt Merzenich. Diesmal in Begleitung von ca. 10 Polizeibeamt*innen mit einem Hund. Erneut forderte er, dass die Zelte aus dem Wald entfernt werden sollen. Nach einer längeren Diskussion entschied die Polizei in einer Gruppe von ca. 30 Polizist*innen den Wald zu inspizieren. Erneut wurden die Polizist*innen von Aktivist*innen begleitet. Diesmal mischten sich mehrere Aktivist*innen in die Reihen der Polizist*innen. Die daraus entstehende Kette kann man sich wie folgt vorstellen: Bulle, Bulle, Bulle, Mensch in knallorangenem Hasenkostüm, Bulle, Bulle, Bulle, Bulle, Mensch mit schwingenden Pois, Bulle, Bulle, Bulle, Bulle, tanzender Mensch in Clownskostüm. Klanglich begleitet wurde dieser Zug von diversen Tierstimmen und mehreren kleinen Xylophonen. Auch in den Bäumen waren mehrere Aktivist*innen, die das Treiben von oben kommentierten.
Nachdem die Polizist*innen festgestellt hatten, dass wirklich keine Zelte im Wald stehen und das auch die Klohäusschen keine Zelte sind, machten Sie sich wieder auf den Rückweg. Leider ohne der Aufforderung sie mögen doch bitte gleich die ganze Scheiße mitnehmen zu folgen.
Der gesamte Einsatz hat ca. Vier bis fünf Stunden gedauert. Die festgenommene Person wurde kurze Zeit später wieder freigelassen.

Dieser Einschüchterungsversuch gehörte zu einer Reihe repressiver Maßnahmen. Diese sollen den friedlichen Ablauf des Skill-Sharing-Camps stören. Hier zu nennen wären unter Anderem die häufigen Polizei und RWE-Hubschrauber über dem Camp sowie die Beobachtungen durch Polizei und RWE-Security im Wald und in unmittelbarer Campnähe.
Die zahlreichen Workshops und das selbstorganisierte Campleben zeigen, dass selbst diese massiven Einschüchterungsversuche das Camp nicht in größerem Ausmaß stören können. Stattdessen wurde der Polizeieinsatz auf kreative Art und Weise zu einem Clownsworkshop umfunktioniert.

Solidemos in Bonn und Demin

In den vergangenen Tagen gab es zwei Demonstrationen, die ihre Solidarität mit dem Hambacher Forst ausdrücken wollten und die auf die Wiederbesetzung am 26.04 mobilisieren sollten. Am 13.04 in Demmin und am 12.04 in Bonn.

Demin: Am 13.4. gab es eine kleine spontane Unterstützungsaktion für die Wiederbesetzung vom Hambacher Forst am 26.4.
In Solidarität mit dem Widerstand gegen die Waldzerstörung für den Braunkohletagebau kletterten einige Menschen in die Bäume im Stadtzentrum von Demmin und zeigten direkt am Luisentor den Passant_innen das Banner mit: „URWALD ERHALTEN – HAMBACHER FORST 26.4.“

Die Probleme sind nicht nur im Hambacher Forst und so setzten sich die Menschen bei der heutigen Aktion allgemein für den Erhalt und Ausbau der Wälder und von Bäumen ein. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den waldarmen Regionen und würde noch ein paar mehr Bäume durchaus brauchen können. Das Stadtbild von Demmin ist genauso als arm an Bäumen zu bezeichnen.
Hambacher Forst bleibt!

Bonn: Am Samstag Morgen haben wir uns mit ca. 50 Menschen versammelt um für den Erhalt des Hambacher Forstes und damit gegen die Förderung und Verstromung von Braunkohle durch RWE zu demonstrieren. Wir trugen unsere Solidarität mit dem ausdauernden Widerstand der Wald- und Wiesenbesetzer*innen im Hambacher Forst bei Köln auf die Straße.
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Proteste und Blockade bei der JHV von RWE

Pressemitteilung von ausgeco2hlt:

Essen, 16.4.2014. Die Jahreshauptversammlung von RWE, die momentan in der Grugahalle stattfindet, wird dieses Jahr wieder von entschlossenen Protesten begleitet. Gegen 8.45 Uhr blockierten ca. 20 Menschen den Zugang zur GDSCN1735rugahalle, indem sie sich in die vier Eingangsschleusen setzten oder an die Gitter ketteten, und dadurch den Strom der Aktionär*innen aufhielten. Dies führte zu einem verspäteten Beginn der Jahreshauptversammlung. In der Grugahalle protestierten Klima-Aktivist*innen während der Rede von dem Vorstandsvorsitzenden Peter Terium mit Transparenten gegen die Konzernpolitik.
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