Räumung, Verletzte, Blockaden, Wiesendurchsuchung!

RWE Wachschutz verletzt Aktivistinnen.Eine Person vom Wachschutz Bewusstlos geschlagen und Aktivistinnen Gewürgt,mit Kabelbinder festgenommen und Abgeführt.
Am heutigen Tag kam es zu einer weiteren Blockade der Rodungsarbeiten im Hambacher Forst, im Rahmen der „Kein Baum fällt“ Kampagne.
Dabei griffen RWE Wachschützer mehrere Aktivistinnen mit Schlagstöcken und Pfefferspray an. Zu dem Zeitpunkt wurden die ersten Aktivistinnen verletzt. Darauf hin kam es zu einer zweiten Blockade, um dem Wachschutz und den Rodungsarbeitern bewusst zu machen, dass in ihrer nähe Menschen in Bäumen und auf dem Boden leben und sie durch die Rodungsarbeiten in Kauf nehmen diese zu verletzen. Im Zuge der zweiten Blockade kam von allen Seiten Wachschutz mit Metallschlagstöcken und Pfefferspray und griff die Aktivistinnen an. Auch die Rodungsmaschine fuhr in voller Fahrt auf die Aktivistinnen zu. Dabei wurden 3 Personen so verletzt das eine von ihnen kurz das Bewusstsein verlor und regungslos am Boden lag. Im gleichen Moment nahm der RWE Wachschutz 3 Menschen fest in dem sie sie Würgten und ihnen Kabelbinder anlegten um sie ab zu führen. Aktivistinnen verteidigten sich. Nach einer Stunde tauchte die Polizei auf und nahm die drei von dem Wachschutz festgenommene Personen an sich und nahm 3 weitere fest. Die Polizei ist aus Dürren und wird sie dort inhaftieren…
Kommt rum unterstützt die Besetzung, Solidarisiert euch, den das können die Menschen hier gerade gut gebrauchen…
Presse Kontakt: o15754136100
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UPDATE: Polizei stürmt das Camp und räumt Baumbesetzungen

Das Wiesen-Camp ist von zwei oder knapp drei Hundertschaften der Polizei umstellt, von denen viele Einheiten auch auf dem Gelände sind.
Die offizielle Begründung dafür: Es soll nach Granaten, waffenfähigem Material oder ähnlichem gesucht werden.
Der Einsatzleiter ist nicht zu sprechen weil er aus einsatztaktischen Gründen nicht vor Ort ist.
Unabhängige Beobachter aus dem Kreis Düren sowie Vertreter von Kriminalpolizei und vom Staatsschutz aus Aachen sind anwesend.

UPDATE:
Gegen 18:30 umstellten ca. 3 Hundertschaften der Kölner Polizei das Wiesencamp am Hambacher Forst. Unter ihrem Schutz durchsuchten ca. 30 Beamte der Kriminalpolizei sämtliche Zelte, Autos und Hütten auf dem Platz. Einige Gegenstände wurden beschlagnahmt. 2 Leute wurden festgenommen. Bei einer war ein Haftbefehl offen und die andere wurde zur Identitätsfestellung mitgenommen.
Gegen 20:30 war die Durchsuchung beendet und die Polizei zog wieder ab.

(Wir aktualisieren und präzisieren diesen Eintrag im Laufe des Abends, wenn sich der Informationsstand bei uns hinter der Tastatur verbessert.)

Zusammenfassung der letzten Wochen.

Seit dem 1. Oktober fanden fast täglich unterschiedliche Aktionen gegen die Rodungsarbeiten im Tagebauvorfeld Hambach bei Köln ( Deutschland ) statt. Besetzungen der Bäume, der zuwege zum Hambacher Forst sowie Blockaden von Unternehmen die sich am Raubbau beteiligen. Es kam in dieser Zeit zu übergriffen von seiten des RWE Wachschutzes, Mitarbeiter der Unternehmens Kaisers gingen mit Hämmern gegen Aktivistinnen vor und sprachen Morddrohung gegen die Aktivistinnen aus. Die Blockaden sind Teil der „kein Baum fällt“ Kampagne. Diese dient der Störung der Rodungsarbeiten, der Störung des Betriebsablauf der Braunkohleförderung und Verstromung. Hier wird eine der Klimaschädlichsten Arten der Stromförderung mit Knüppeln, Polizei und Prozessen durchgesetzt. Mit Flutscheinwerfern, Zäunen, Stacheldraht, Wachpersonal mit Hunden, Aushungern, Gewalt gegen Aktivistinnen und  Hunderten an Polizisten soll eine Störung des Betriebsablaufes verhindert werden.

Seit mehreren Jahren trifft hier der Wiederstand auf die Interessen von Großkonzernen. Immer wider besetzten seit 2012 Aktivistinnnen den Hambacher Forst um sich dieser lebensfeindlichen Technologie in den Weg zu stellen. Sei es durch Besetzung der Bäume und bauen von Hüttendörfern oder durch Demonstrationen und Klima/Skill Sharing Camps. Es hat sich eine Bunte und kreative Widerstandsform entwickelt.
Dies zeigte sich auch in den letzten Tagen auf unterschiedlichste Art durch Direkte Aktionen. Am gestrigen Tag kam es zu einer weiteren Blockade der Rodungsmaschinen, bei der drei Aktivistinnen auf die Maschine kletterten und über Lautsprechern auf ihr Anliegen aufmerksam machten. Dabei machte sich eine Person mit einem lock-on am Hals fest um eine Erstürmung durch das RWE Wachpersonal zu verhindern. Es wurde über Lautsprecher kommuniziert das bei eingreifen dieser Person die Luft abgeschnürt würde. Dabei wurden Aktivistinnen geschlagen und es wurde versucht sie von der Maschine gewaltsam herrunter zu ziehen. in dieser Situation fiel die festgekettete Person in die Halsschlinge und bekam kurzzeitig keine Luft. Die Wachleute ließen von den Personen ab und umstellten die Maschine um eine Flucht der Aktivistinnnen zu verhindern. Nach ca. einer stunde tauchte die Dürrener Polizei mit ca. 30 Beamtinnen auf. Trotz der Umkesselung konnten sich zwei Aktivistinnen im Unterholz von der Blockade entfernen.
Nach mehreren Gesprächen seitens des sich festgemachten Aktivisten mit dem Einsatzleiter der Polizei wurde kommuniziert das die Person sich nicht selber befreien kann. Darauf rückte eine Bereitschaftspolizei Einheit an welche auf die Maschine stürmte und die Person fixierte um sie von ihrer Halsfessel zu lösen. Darauf hin wurde sie mit Handschellen, und unter zur Hilfenahme von Schlagstöcken in die Dürrener Polizeistelle gebracht. Nach Abnahme der Fingerabdrücke konnte die Person identifiziert werden und wurde frei gelassen.

Am heutigen Morgen wurde bekannt das RWE direkt an den Besetzungen Rodungsarbeiten durchführt was als Provokation zu werten ist. Daraufhin machten sich Aktivistinnen auf den Weg um die Arbeiten zu stoppen, da in diesem Bereich des Hambacher Forst Menschen am Boden und in den Bäumen leben und durch die Arbeiten ihr leben gefährdet wird.
Darauf wurden durch Schlagstock, Pfefferspray und Faustschlägen seitens des RWE Wachpersonal Aktivistinnen verletzt sowie mit Würgegriffen und Kabelbindern festgenommen. Kurze zeit später tauchte die Polizei mit mehreren Hundertschaften, Räumpanzern, Technischer Einheit, Hebebühnen und Großgeräten auf. Derzeit sind 9 Personen festgenommen wurden und in die Dürrener Polizeidienststelle inhaftiert. Die Polizei fängt soeben an den Haufen (eine bewohnte Barrikade) die den Zufahrtsweg zur Baumbesetzung versperrt zu Räumen. In dieser Barrikade haben sich Aktivistinnen festgekettet.
Für aktuelle Informationen schaut auf den Ticker.

Chronologie der letzten Wochen:
29.10 Blockade der Rodungsarbeiten durch besetzen der Fällmaschinen, eine Person festgekettet und inhaftiert
28.10 Blockaden der Rodungsarbeiten durch Barrikadenbau und Farbbeutel auf Rodungsmaschinen
25.10 Blockade durch besetzen der Rodungsmaschinen
19.10 Spaziergang durch den Hambacher Forst mit 5o Personen
17.10 RWE und Polizei entdecken eine Zweite Besetzung an der Rodungskante und Fällen diese Bäume sofort, keine Person im Baum.
15.10 Aktivistin fällt aus dem Baum, eine Person festgenommen.

Tod von Rémi Fraisse

In der Nacht zum 26.10.2014 wurde Rémi Fraisse (21 Jahre) bei einer Demonstration gegen den Bau eines Staudamms in Testet (Tarn-Département, Süd-West-Frankreich) von einer Explosion getötet. Zahlreiche Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass es sich bei der „Explosion“ um die Explosion einer „grenade de désencerclement“, einer Offensiv-Granate der Militär-Polizei handelte. Weitere (Hintergrund-)Infos hier

In Gedenken an Rémi Fraisse, gegen Polizeigewalt und bescheuerte Großprojekte!
Unsere Solidarität ist eine Waffe!

Außerdem jährt sich der Tod von Sébastien Briat, der 2004 beim Protest gegen den CASTORtransport sein Leben verlor

Rodungsarbeiten gestört!

Am 25.10.2014. blockierten Aktivist_innen die Rodungsarbeiten im Tagebauvorfeld. Sie stoppten eine der Rodungsmaschinen und kletterten auf sie um sie am Arbeiten zu hindern. (mehr…)

Bäume mit Plattformen an Rodungsgrenze gefällt

Der alltägliche Wahnsinn geht weiter.
Heute morgen berichteten Besetzerinnen aus der Baumbesetzung „Grubenblick“ von ungebetenen Besuchern unter ihren Plattformen: RWE, Kötter Sicherheitsdienst und Polizei mitsamt Hebebühne. Die Besetzung befindet sich unmittelbar an der Baumgrenze, keine 100 Meter vom Grubenrand entfernt. Einige Fotos aus „Grubenblick“
Die „Mitarbeiterinnen“ des landmordenden Unternehmens RWE fällten Bäume auf denen Plattformen gebaut wurden. Die Polizei kam bald hinzu und sah sich die besetzten Bäume „Grubenblicks“ an. Vermutlich machten sie sich ein Bild über die Lage und traffen Vorbereitungen zu einer Räumung.

Mittlerweile hat sich die Lage wieder „entspannt“, die Besetzerinnen Grubenblicks bleiben in den Bäumen und haben weiterhin eine ekelhafte Sicht auf das tiefste Loch Europas und unzählige Baumleichen.

Pressemitteilung zum Unfall vom Montag

Hoher persönlicher Einsatz gegen den Klimawandel

Helikopter rettet gestürzte Kletteraktivistin von Protestcamp – Kletterpartner grundlos verhaftet

Eine französische Aktivistin ist am Montag auf der Waldbesetzung nahe der Rodungsgrenze des Hambacher Tagebaus von einer 8 Meter hohen Plattform in die Tiefe gestürzt. Mithilfe eines Helikoptereinsatzes wurde die Verletzte bei Bewusstsein ins naheliegende Krankenhaus gebracht. Ein weiterer Baumbesetzer wurde im Verlauf der Rettungsaktion von der Polizei festgenommen und über Stunden grundlos auf der Wache in Düren festgehalten. Seit 3 Jahren protestieren Aktivist_Innen im Hambacher Forst gegen Europas größten Tagebau für Braunkohle zwischen Köln und Aachen. (mehr…)



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