Rodungsmaschinen besetzt!

Heute haben sich die Rodungsarbeiten ausgeweitet, im westlichen Bereich des Hambacher Forstes, wo auch gerade ein kleines Stück des Waldes durch eine Wohnblockade und zwei besetzte Bäume verteidigt wird. Mehrere Fräsen und Harvester, beschützt von mindestens zwei dutzend Security-Kräften begannen mit der Rodung unweit der besetzten Zone.

Diese Arbeiten werden seit dem Vormittag aktiv gestört. Dieser Blogeintrag wird ab jetzt regelmäßig aktualisiert, sobald wir neue Infos bekommen.

# gegen 11 Uhr wurde eine Fräse durch 5 personen beklettert, alle arbeiten wurden dauraufhin eingestellt, und die besetzte Maschine von immer mehr security-personal umstellt. Die Menschen blieben etwa 45 minuten auf der Maschine und dem dazugehörigen Traktor sitzen, bis die Polizei auftauchte – dann zogen sich alle in den Wald zurück. Seitdem sind bis jetzt (14 Uhr) keine Rodungsarbeiten mehr zu hören, und die Maschinen haben sich auch zurückgezogen. gelungene Störaktion ohne Festnahmen – so kann der Tag weitergehen.

Bäume mit Plattformen an Rodungsgrenze gefällt

Der alltägliche Wahnsinn geht weiter.
Heute morgen berichteten Besetzerinnen aus der Baumbesetzung „Grubenblick“ von ungebetenen Besuchern unter ihren Plattformen: RWE, Kötter Sicherheitsdienst und Polizei mitsamt Hebebühne. Die Besetzung befindet sich unmittelbar an der Baumgrenze, keine 100 Meter vom Grubenrand entfernt. Einige Fotos aus „Grubenblick“
Die „Mitarbeiterinnen“ des landmordenden Unternehmens RWE fällten Bäume auf denen Plattformen gebaut wurden. Die Polizei kam bald hinzu und sah sich die besetzten Bäume „Grubenblicks“ an. Vermutlich machten sie sich ein Bild über die Lage und traffen Vorbereitungen zu einer Räumung.

Mittlerweile hat sich die Lage wieder „entspannt“, die Besetzerinnen Grubenblicks bleiben in den Bäumen und haben weiterhin eine ekelhafte Sicht auf das tiefste Loch Europas und unzählige Baumleichen.

Pressemitteilung zum Unfall vom Montag

Hoher persönlicher Einsatz gegen den Klimawandel

Helikopter rettet gestürzte Kletteraktivistin von Protestcamp – Kletterpartner grundlos verhaftet

Eine französische Aktivistin ist am Montag auf der Waldbesetzung nahe der Rodungsgrenze des Hambacher Tagebaus von einer 8 Meter hohen Plattform in die Tiefe gestürzt. Mithilfe eines Helikoptereinsatzes wurde die Verletzte bei Bewusstsein ins naheliegende Krankenhaus gebracht. Ein weiterer Baumbesetzer wurde im Verlauf der Rettungsaktion von der Polizei festgenommen und über Stunden grundlos auf der Wache in Düren festgehalten. Seit 3 Jahren protestieren Aktivist_Innen im Hambacher Forst gegen Europas größten Tagebau für Braunkohle zwischen Köln und Aachen. (mehr…)

Veranstaltung 8.12 in Bremen

https://linksunten.indymedia.org/image/124118.jpgAm 08.12.14 um 19:30 Uhr im Paradox (Bernhardstr. 10-12, 28203 Bremen)
Der Hambacher Forst, ein großer naturbelassener Wald westlich von Köln, wird gerodet für einen der größten Klimakiller Europas – RWEs Rheinisches Braunkohlerevier. Doch dagegen gibt es kreativen und entschlossenen Widerstand. Das Rheinische Braunkohlerevier stößt soviel CO2 aus, wie keine andere Industrieanlage in Europa. Es produziert mehr Feinstaub als der gesamte Autoverkehr in Deutschland. Nicht nur der Wald kommt für den Tagebau weg, sondern auch ganze Dörfer. Der Hambacher Forst ist seit dem 14 April 2012 von Kohlegegner_innen immer wieder besetzt und von der Polizei immer wieder geräumt worden. (mehr…)

Aktueller Stand der Dinge!

Soeben haben wir Fotos von der Neuen Besetzung im Rodungsbereich hochgeladen. Desweiteren die Karte mit den Orten der Besetzungen im und um den Hambacher Forst. Link zu den Fotos:GrubenBlick
Und hier die Karte
:https://farm6.staticflickr.com/5600/15532351301_be111de5a7_b.jpg

Waldspaziergang am Sonntag dem 19.Oktober

FoodDer Waldpädagoge Michael Zobel (Aachen) lädt wieder ein zum Waldspaziergang am Sonntag dem 19.Oktober ( an der ehemaligen Abfahrt Kerpen-Buir 12 Uhr).
Der Hambacher Forst – oder was davon noch übrig ist und vielleicht gerettet werden kann?
Eine ganz andere Wanderung. In einem wunderbaren alten Laubwald, jeder kennt ihn, zumindest aus dem Auto auf dem Weg nach Köln, beiderseits der Autobahn vor Kerpen-Buir. Beiderseits? Nein, wenn man genau hinschaut, erkennt man auf der linken Seite nur noch wenige Baumreihen als „Sichtschutz“, dahinter erscheint schon die Abbaukante, der Braunkohle-Tagebau Hambach.Und die Bagger stehen bereit, auch noch den 1100 Ha großen Rest des ehemals mehr als 5500 Ha großen Waldes mit seinen hunderte Jahre alten Hainbuchen und Stieleichen abzubaggern und ein bis zu 400 Meter tiefes Loch zu hinterlassen. Aber noch ist der Wald da und mit ihm erstaunlich viele sehr aktive Menschen, die mit phantasievollen Aktionen versuchen, zu retten, was noch zu retten ist. Seit vergangenem Samstag läuft die nun schon vierte Waldbesetzung, junge Menschen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern in Baumhäusern bis zu knapp 25 Metern hoch in den Buchen und Eichen…
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Skill Sharing Camp Zusammenfassung

Das Skill Sharing Camp ist seit einigen Tagen zu Ende. Es war der Auftakt zum Start der Rodungssaison ( vom 01.10.2014-31.03.2015) im Hambacher Forst und der Kampagne „Kein Baum fällt“. Es gibt so einiges zu berichten. Hier die Auflistung von Workshops und Infoveranstaltungen und die Chronologie von Ereignissen.
Es gab Workshops über Blockadetechniken wie: Barrikadenbau, Lock On (sich Festketten) und Tripodbau; Out of action ( Aufarbeitung und Umgang von Erlebnissen nach Aktionen); Arbeiten mit Lehm wie: Hütten und Ofenbau; Tägliche Schnupper Klettertrainings sowie: Knotentechniken, Rettungsklettern, Plattformbau und Besichtigungen/ Übernachten in den Bäumen. Ein anderes wichtiges Thema war „Sichere Aktion“. Hierzu gab es Workshops wie: Umgang mit Fingerabdrücken und DNA-Spuren, sicherer Umgang mit Computern, Internetzugriff mit Tor und PGP E-Mailverschlüsselung.
Infoveranstaltungen gab es über den Tar Sandabbau in Kanada, Braunkohleförderung in Deutschland, Goldabbau in Griechenland und Klimawandel-Erderwärmung. Weiter zur Chronologie der Aktionen zum Rodungssaison (mehr…)



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