Archiv für Oktober 2013

Arbeit wichtiger als Welt

Frau „Kohle-Kraft“ wie sie inzwischen selbst in den offiziellen Medien heißt, findet Industriearbeitsplätze wichtiger als die Zukunft menschlichen Lebens auf diesem Planeten, wie sie selber verlauten ließ. Der innere Widerspruch der kapitalistischen Industrialisierung kommt hier schön zur Geltung: Ist die Notwendigkeit der kapitalistische Industrialisierung doch stets damit begründet worden, durch sie das Leben „Aller“ verbessern zu können, indem Arbeitszeit verringert wird, zeigt sich nun, wo die kapitalistische Produktivkraft tatsächlich Zeit die für Arbeit aufgebracht werden müsste stark reduziert, dass gerade diese Arbeit, um dessen Abschaffung die Industrialisierung scheinbar antrat, eine Notwendigkeit für kapitalistische Akteur_innen darstellt um Profit zu erwirtschaften. Die einfache Rechnung lautet: Ohne Ausbeutung kein Profit. Deshalb wird nun, ganz im Gegensatz zur Legitimation des Ursprungs kapitalistischer Industrialisierung, jeder noch so großer Unsinn gerade gegenteilig damit begründet, dass es Arbeit schaffen würde. So muss also laut Frau „Kohle-Kraft“ eine Förderung der Kohlekraft deshalb sein, weil ansonsten Industriearbeitsplätze in Gefahr sind. Daran, dass der dadurch erzeugte Strom irgendwie Notwendig wäre, glaubt sie offensichtlich selber nicht. Um Arbeit zu erhalten (wer sich wirklich über Arbeit freut, darf auch auf die besetzte Wiese kommen und den Abwasch machen) soll also sogar die Zerstörung des Weltklimas notwendig sein. Anders kann die Aussage, dass Industriearbeitsplätze wichtiger als die Enrgiewende wären, nicht verstanden werden.
Günter Oetinger, Energiekaschperl in Brüssel assistiert: „Zu glauben, dass man nur auf Erneuerbare setzen kann und auch noch die Kohle abschalten kann, die immerhin 45 Prozent des deutschen Stroms erzeugt, das wäre gefährlich.“ – wohingegen, die Kohlekraft selber ja natürlich keinerlei Gefahren mit sich bringt.
Wir wollen nicht verschweigen, dass Campact gerade eine Kampagne startet mit dem Titel: „Kohlekraft stoppen“. Auch wenn andersherum in dem Text zu dieser Kampagne kein Wort über realen Widerstand an den Konfliktorten, wie zum Beispiel der Besetzung im Hambacher Forst, oder die Klimacamps verloren wird. Das passt ins Bild von Onlinekampagnen, für die realer Widerstand ein Fremdwort geworden ist. Ob Onlinekampagnen, die nur darauf fixiert sind, Klicks, Unterschriften und Spenden einzujagen, langfristig einem konkreten Widerstand eher nutzt, oder schadet, sollte in den verschiedenen Zusammenhängen diskutiert werden.

2.11. Konzert auf der Wiese mit den Bucket Boyz!

Am Samstag geben die Bucket Boyz aus Amsterdam ein Konzert auf der Wiese. Ab 17:00 wird auf der Wiese fürs gemeinsame Abendessen gekocht. Wenn ihr wollt kommt schon früher, um noch mal bei der ab dem 3.11. zwei monatig bestehenden Waldbesetzung vorbeizuschauen, um nett zu quatschen, zum kochen,…
Gern könnt ihr auch was zu essen mitbringen, am besten vegan (vegan= ohne Tierprodukte wie Fleisch, Milch, Eier, Honig, …), was mitzubringen ist natürlich kein muss. ;-)

Die Musik der Bucket Boyz setzt sich zusammen aus Banjo, selbstgebautem Bass und getrommel auf Eimern, dazu politisch, wilde und selbstgeschriebene Texte laut gesungen und ganz viel Witz, Spaß und Ersthaftigkeit. Am liebsten nutzen sie den einfachsten Weg um ein musikalischen Chaos auf den Staßen der Welt entstehen zu lassen um auf diese Art und Weise den Teufen des Geldes und der Macht zu bekämpfen. Aber macht euch selbst im vorhinein ein Bild von ihnen:

https://www.facebook.com/TheBucketBoyz/info

Bis dahin!
Wir freuen uns auf euch!

united we stand…

Kohle-Kraft führt Koalitionsverhandlungen zum Thema Energie

Da dürften die Sektkorken geknallt haben in der Chefetage des RWEs als bekannt wurde, dass ihre Frau, „Hannelore Kohle-Kraft“ (taz) in die Koalitionsverhandlungen mit der CDU, zum Thema Energie, bzw. der Beerdigung der Energiewende, geschickt wird. Nun, dann dürfte sich auch Garzweiler in Zukunft wieder rentieren, wenn die Regierung i Zukunft nach RWEs Wunsch agiert. Vermutlich wird nun ein Gesetz ausgehandelt, bei dem ausgerechnet die Erneuerbaren Energien, die Dinosauriertechnologien der Kohlekraft „entschädigen“ müssen, wenn zuviel Wind- oder Sonnenstrom imNetz ist, sodass die Drecksschleudern nicht gebraucht werden (aber trotzdem laufen, weil sie zu unflexibel sind).

„wie wir das am besten (gemeinsam) hinkriegen“ – Nö

In einem Kommentar des WDR5 zur Unrentabilität von Garzweiler 2 heißt es
„Aber: In der Frage Tagebau Garzweiler II geht es nicht nur darum, wie sich ein Wirtschaftsunternehmen neu aufstellt. Wer Natur und Dörfer wegbaggert, wer Tausenden Menschen zumutet, ihre Heimat zu verlassen, wer gewachsene Dorfgemeinschaften zerstört, der ist auch in der Verantwortung: In der Verantwortung dafür, vermeidbare Belastungen zu vermeiden. Und: Diejenigen, die es betrifft, nicht hin zu halten, nicht zu taktieren, sondern schnell und ehrlich zu informieren: Die Rahmenbedingungen haben sich geändert. Folgendes ist nun geplant. Und jetzt lasst uns gemeinsam darüber nachdenken, wie wir das am besten hinkriegen. Darauf haben die von Umsiedlung bedrohten Menschen im Braunkohlengebiet einen Anspruch.“

Häh? Wie bitte? Alle zusammen sollen sich jetzt auf einmal Gedanken machen? So als ob auf einmal gleiche Interessen bestehen? Es bleibt dabei, dass RWE das alleinige Ziel hat Profite zu machen. Wer andere Interessen hat – wie zum Beispiel das die Region nicht im Tagebau verschwindet – die_der sollte sich auf keinen Fall mit RWE oder einer RWE-höhrigen Landesregierung an einen Tisch setzten – egal wie rund dieser ist – sondern sich bewusst werden, dass hier die Interessen gegeneinander stehen. Auf der einen Seite das Interesse nach Profit, auf der anderen Seite das Interesse nach dem Erhalt einer Region. Zu verbinden gibt es da nichts.

Bilder von Polizeieinsatz gestern

Blöd nach oben gucken…

… und alles plattmachen

Wald statt Kohle!

Ausstellung: Beton im Gleis – Aktionsformen der Anti-AKW-Bewegung

Tour de FessenheimAusstellung zu “Beton im Gleis”
Aktionsformen der Anti-AKW-und anderen Bewegung

Diese Ausstellung informiert über die Geschichte, Hintergründe und Folgen gelungener Ankett-Aktionen in Betonblöcken – eine kreative Widerstandsform, die nicht nach dem Lösen aus dem Gleisbett gegessen und
verdaut ist. Mit der Ausstellung wird die Motivation der Aktivist_innen, sich einer solchen Belastung auszusetzen aufzeigt und das zähe juristische Nachspiel beleuchtet. Für die Besucher_innen wird eine
Gleisblockade mittels möglichst realistisch nachgebauter Attrappen physisch und psychisch erlebbar.
(mehr…)

Polizei ist abgezogen

Die Polizei ist wieder abgezogen aus dem Hambacher Forst. Es war wohl nur ein kurzer Besuch, wie es inzwischen wohl wöchentlich der Fall wird. Ein bisschen mit der Kettensäge rumspielen, wiederrechtlich Wohnraum von anderen zerstören und wieder verschwinden.
Für alle die sich schon auf den Weg zur Besetzung gemacht haben ist es trotzdem nicht umsondt. Um 19:30 findet heute eine Ton-Bilder-Show im „Treffpunkt Kunst“ in Buir statt, mit dem Titel: „RWE – Der Kampf um Kohle und Posten“, und zwar direkt neben dem Bahnhof in der Bahnstraße 50.

Kletterpolizei auf neuer Waldbesetzung

Donnerstag, 17.10. 14:50 Uhr: Derzeit treffen Kletterpolizist_innen und Einsatzpolizei auf der neuen
Waldbesetzung im Hambacher Forst ein. Was ihr genaues Vorhaben ist, ist im
Moment noch unklar. Wir informieren Sie sobald wir näheres wissen.

RWE am Ende – Öffentlichkeitskampagne geht nicht auf

Die Öffentlichkeitskampagne die die Lobbyarbeit von RWE für die Kraftwerkssteuer für ihre dreckigen Kohlekraftwerke (die absurderweise gerade von den Betreiber_innen von Anlagen erneuerbarer Energien gezahlt werden soll) begleiten soll scheint nicht auf zu gehen. Zumindest spielen die großen Medien nicht mit wie RWE das gerne hätte. Nachdem die „tagesschau“ einen kritischen Bericht darüber brachte, nimmt nun auch der Spiegel die Lobby-Strategie ausseinander. In einem ausführlichen Artikel über das kommende Ende RWEs schreibt er:

„Schrumpfende Profite, hohe Schulden, miese Wachstumsaussichten: Das Einzige, was Terium derzeit bleibt, ist auf die Bundesregierung zu hoffen – und auf die Überzeugungskraft seiner Lobbyisten. Die fordern sogenannte Kapazitätsmechanismen. Das heißt: Die Regierung soll alte, immer unprofitablere Kraftwerke für eine Art Bereitschaftsdienst vergüten, für das kurzfristige Einspringen, wenn Windräder und Solaranlagen nicht genug Strom produzieren.

Wenn sich RWEs Lobbyisten durchsetzen, dann wird die Regierung bald umweltschädliche Braunkohlekraftwerke zur Energie-Feuerwehr machen. Das wäre ökologisch und volkswirtschaftlich fraglich, würde die Verbraucher Milliarden kosten – und RWE noch nicht einmal retten. Es würde nur den Niedergang verlangsamen.“

Vortragstour beginnt: RWE – der Kampf um Kohle und Posten

Heute beginnt eine acht-tägige Vortragstour durch NRW, bei der der Filz zwischen RWE mit Konzernen, Parteien und Behörden in einer brisanten und unterhaltsamen Ton-Bilder-Show unter die Lupe genommen werden wird. Bekannte, genauso wie weniger bekannte Fakten über den Atom- und Kohlekonzern aus Essen wurden zusammengetragen und werden nun präsentiert. Dabei werden einige Dinge ans Licht getragen, die auch für die aktuelle Diskussion um die Braunkohle top-aktuell sind.

„Um Konzerne wie RWE zu entlarven, ist es besonders spannend, deren eigene Veröffentlichungen zu durchforsten. In der Präsentation zeige ich Beispiele von Energiekonzernen aus den 80ern, in denen unter anderem RWE, damals zum Zwecke der Pro-Atom-Propaganda, selbst aufzeigt wie schädlich Braunkohle für die Umwelt und die Gesundheit ist. Gegen ihre derzeitige Pro-Braunkohle-Propaganda muss mensch also gar keine eigenen Studien ins Feld führen, sondern RWE nur ihre eigenen Worte entgegenhalten.“ sagt der Referent. Neben solchen Texten erwarten die ZuschauerInnen tiefe Einblicke in die Geschäftsstrategien des Konzernes bei der Durchsetzung der Kohleverstromungen – angefangen von Werbekampagnen mit Öko-Begriffen (sog. Greenwashing) bis zur Leugnung des Klimawandels.

Die Tour wurde in Kooperation mit vielen lokalen Gruppen organisiert, die aus verschiedenen Gründen im Konflikt mit dem RWE sind. Hier die Tourdaten:

Di, 15.​10. um 19.​30 Uhr in Wiehl-​Groß­fisch­bach (Dorf­ge­mein­schafts­haus, Zum Dorf­platz 19)
Mi, 16.​10. um 19 Uhr in Düren KOMM, Au­gust-​Klotz-​Str. 21)
Do, 17.​10. um 19:30 Uhr in Ker­pen-​Buir (Treff­punkt Kunst, Bahn­str. 50)
Fr, 18.​10. um 19.​30 Uhr in Wup­per­tal-​Un­ter­bar­men (An­thro­po­so­phi­sches Zen­trum/The­ra­peu­ti­kum, Mar­tin-​Lu­ther-​Str. 8)
Sa, 19.​10. um 18 Uhr in Müns­ter (im Spe­cOps, Von-​Vincke-​Str. 5-7)
So, 20.​10. in Os­na­brück (auf dem „Stu­den­ten­bau­ern­hof“, Nä­he­res folgt)
Mo, 21.​10. in Aa­chen, 19 Uhr (Welt­haus, An der Schanz 1)
22.​10. um 19.​30 Uhr in Bonn (im „Mi­gra­po­lis“/Haus der Viel­falt, Brü­der­gas­se 16-18, Bonn-​In­nen­stadt)

Erlebnisbericht der letzten Polizeiaktion / The Hambach forest occupation is under direct threat of eviction

english version below ________ version espanol abajo

Erneute Zerstörung der Infrastruktur der Waldbesetzung des Hambacher Forstes durch Polizei und RWE

10/10/2013 Hambacher Forst — Gestern Nachmittag ist die Waldbesetzung im Hambacher Forst zum zweiten Mal seit September direkt angegriffen worden: Von einer Hundertschaft eskortiert bahnten sich Kettensägen und Radlader ihren Weg durch den Wald. Behelmt und obrigkeitshörig leisten PolizistInnen ihren Beitrag zur Zerstörung der Lebensgrundlage menschlichen und nicht-menschlichen Lebens weltweit. Die Vernichtung des Hambacher Forstes, der Dörfer und Felder werden stillschweigend vorangetrieben. Was sich der Maschine im Weg befindet, wird durch die riesigen Räder zerdrückt: Sträucher, junge Bäume, Ameisenhügel, Erdwespennester, seltene, blau fluoreszierenden Pilze, … (mehr…)

Smash RWE – Soliparty für den Braunkohlewiderstand

Rechtzeitig zur Rodungssaison im Hambacher Forst wollen wir euch am 18.10. in die Baracke in Münster zu einer SOLIPARTY einladen. Ab 21 h spielen Chaos und Sandale (Punkrock/Münster) und danach werden die DJs Popeye (Drum‘n'Bass/Münster), Firlefanz (Electro/Osnabrück) und BlipBlop (Chiptune Djing/Bonuslevel) für Stimmung sorgen. KüFa (Küche für alle) wird es selbstverständlich auch geben, also bringt Hunger mit. Wir hoffen auf eine menschenreiche Soliparty, denn für das Smashen von RWE bedarf es leider auch ein paar finanzieller Mittel, also erscheint zahlreich und feiert mit uns für einen politisch guten Zweck.

Video: Ein Monat Neubesetzung

Hambacher Forst 1 Monat neu besetzt from Hambacher Forst on Vimeo.

Wir freuen uns hier das erste Video unserer Freunde von „Pirats of Hambi TV“ präsentieren zu dürfen. Ein Video das zum einmonatigen Geburtstag der neuen Besetzung im Hambacher Forst fertig gestellt wurde, und das die Waldbesetzung auch einmal von oben aus den Bäumen zeigt, und das Leben der Aktivist_innen in luftiger Höhe näher bringt. Die neue Waldbesetzung hat immer wieder mit Repressalien zu kämpfen. Fast wöchentlich kommt Polizei und RWE und zerstört Infrastruktur der Besetzer_innen. Eine baldige Räumung ist möglich – unterstützung ist von den Besetzer_innen erwünscht.
Gleichzeitig fangen seit dem 1. Oktober die vorbereitenden Maßnahmen für die all-winterliche Rodung des Hambacher Forstes an. In wenigen Tagen oder Wochen werden dann die ersten Bäume fallen – hoffentlich nicht ohne Gegenwehr.
Der Hambacher Forst wird Stück für Stück gerodet für RWEs Braunkohletagebaue im Rheinischen Revier – Europas größtem Klimakiller.

-Videokollektiv Hambacher Forst-

Wir wollen den Tagebau Garzweiler stoppen! RWE auch?

Eine Pressemitteilung einiger Aktiver aus dem Hambacher Forst und ausgeco2hlt:

12.10.2013 Laut einer Veröffentlichung eines internen RWE – Szenarienpapiers durch die Süddeutsche Zeitung erwägt der Energiekonzern, den Braunkohletagebau Garweiler zu schließen. Laut dem Papier könnte der Weiterbetrieb unrentabel sein. Zahlreiche Kohlegegner_innen von ausgeCO2hlt und aus dem Hambacher Forst
begrüßen diese Überlegungen aus Gründen des Klimaschutzes und unhaltbarer lokaler Auswirkungen des Tagebaus und der Verstromung des dreckigen Energieträgers. Sie fordern den Stopp der Kohleverbrennung im gesamten rheinischen Braunkohlerevier, sowie in allen Kohleregionen weltweit.

„Die Erwägung des Abbaggerungsstopps in Garzweiler gibt all den Menschen recht, die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht der scheinbaren Auswegslosigkeit der Umsiedlung ergeben haben, sondern weiter für den Erhalt der Dörfer und der Landschaft gekämpft haben.“ sagt Josephine Harder. Inzwischen hat der Kreis Erkelenz in einem offenen Brief an die Landesregierung angekündigt die Umsiedlung zu stoppen, was von den Kohlegegner_innen nur begrüßt werden kann. Im Gegensatz zu Bürgermeister Jansen fordern sie aber nicht nur Klarheit über den Weiterbetrieb des Tagebaus. Die einzige vetretbare Lösung, sowohl für die, von der Umsiedlung betroffenen Dörfer, als auch für das Weltklima, sehen sie im schnellstmöglichen Stopp des Tagebaus. Im gerade erschienenen 5. Sachstandsbericht des Weltklimarates kommen tausende Wissenschaftler_innen darin überein, dass die Menschheit in den nächsten Jahren eine drastische Kehrtwende einleiten und die Kurve des Emissionsausstoßes steil nach unten umkehren muss. Nur dadurch könne eine Verselbstständigung des Klimawandels zu verhindert werden. Die Schließung der großen Kohlereviere ist nach Einschätzung der Braunkohlegegner*innen ein unerlässlicher Bestandteil davon.
(mehr…)

Heute keine Räumung – kommt vorbei um die Besetzung und den Wald zu verteidigen

Heute morgen fand nicht, wie gestern vermutet, die Räumung der Besetzung statt. Das während des Wochenendes geräumt wird, ist eher unwahrscheinlich. Das heißt, dass alle die den Hambacher Forst und die Besetzung retten wollen, im Laufe des Wochenendes in den Wald kommen können/sollten. Auch Rodungsarbeiten beginnen dieser Tage. Und auch dezentrale Aktionen für Tag X – den Tag der Räumung – können jetzt vorbereitet werden!

Ton-Bilder-Schau „RWE – der Kampf um Kohle und Posten“

Ab nächster Woche wird die erste Tour mit der Ton-Bilder-Show zum Thema „RWE – der Kampf um Kohle und Posten“ stattfinden. Bitte weitersagen. Mehr zum Vortrag hier. Die Termine unten:

  • Di, 15.10. um 19.30 Uhr in Wiehl-Großfischbach (Dorfgemeinschaftshaus, Zum Dorfplatz 19)
  • Mi, 16.10. um 19 Uhr in Düren KOMM, August-Klotz-Str. 21)
  • Do, 17.10. um 19:30 Uhr in Kerpen-Buir (Treffpunkt Kunst, Bahnstr. 50)
  • Fr, 18.10. um 19.30 Uhr in Wuppertal-Unterbarmen (Anthroposophisches Zentrum/Therapeutikum, Martin-Luther-Str. 8)
  • Sa, 19.10. um 18 Uhr in Münster (im SpecOps, Von-Vincke-Str. 5-7)
  • So, 20.10. in Osnabrück (auf dem „Studentenbauernhof“, Näheres folgt)
  • Mo, 21.10. in Aachen, 19 Uhr (Welthaus, An der Schanz 1)
  • 22.10. um 19.30 Uhr in Bonn (im „Migrapolis“/Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn-Innenstadt)

Hier noch der Ankündigungstext: Klimawandel ist in aller Munde – und manchem Keller. Dennoch baggern große Energiekonzerne tiefe Löcher in die Erde, vertreiben die EinwohnerInnen ganzer Dörfer, um dann ihre Häuser abzureißen. Gleichzeitig blasen sie riesige Mengen klimaschädlicher Gase, dazu gesundheitsschädliche Stoffe von Feinstaub bis Radioaktivität in die Luft. Widerstand scheint zwecklos. Der Grund: Ein enger Filz der Konzerne mit Parteien und Behörden sichert die lukrative Rücksichtslosigkeit ab. Der größte Klimakiller agiert im bevölkerungsreichsten Bundesland, aber auch andernorts: RWE und Landespolitik, dazu Bundesbehörden, regionale Ämter und PolitikerInnen, Parteien und Lobbyisten ruinieren Umwelt und Gesundheit! Die brisante und unterhaltsame Ton-Bilder-Schau wirft einen Blick hinter diese Kulissen nordrhein-westfälischer Machtpolitik, zeigt aber auch den zähen und zunehmenden Protest gegen Kohleabbau und Klimawandel.
Infos: www.projektwerkstatt.de/kohle und www.ausgeco2hlt.de

Möglicherweise wird morgen geräumt!!!

Polizei hat alles zerstört, auf der Waldbesetzung alles was ohne Kletterteam und Hebebühne zu erreichen und zu zerstören war, auf den Wegen alle Barrikaden die bezwecken wollten dass zum einen die Waldwege nicht so abgenutzt werden von vor allem RWE Security die in der Vergangenheit gern mehrmals täglich und nächtlich mit ihren weißen Range Rovern durch den Wald Patrouille fuhren und die Wege kaputt gemacht haben, zum anderen um es den letzten Waldbesucher_innen zu ermöglichen sich einigermaßen ungestört von eben jenen Security-Leuten die letzten Überreste des Hambacher Forstes anzuschauen. Immer wieder hörte mensch von Belästigung, Observation und Falschinformationen gegeben durch RWE Security.

Desweiteren haben sie nun einen Weg freigemacht quer durch den Wald von der Hauptstraße bis zur Waldbesetzung was ziemlich verdächtig danach aussieht, dass sie morgen auf direktem Wege mit Hebebühnen o.ä. anrücken wollen. Eine Räumung ist jetzt noch wahrscheinlicher als zuvor!

Kommt zur Wiese oder in den Wald um euch da mit anderen Leuten zu beraten und um herauszufinden was es zu tun gibt! Wir sind nicht viele da vor Ort aber das heißt nicht, dass wir keine Möglichkeiten haben!

Wie heißt es so schön:
„Wir sehen uns an den Barrikaden…!“

Räumung?

Seit etwa einer Stunde befinden sich einige Bullen (fast eine Hundertschaft), Bagger und andere Gerätschaften im Wald. Eine Person wurde von ihnen umzingelt und kontrolliert wobei sie ihr sagten, es werde nicht geräumt aber „die Barrikaden entfernt für die Bürger“.
Sie sind auch schon bei der Waldbesetzung und machen da alles sich auf dem Boden befindliche platt, somit die grade erst neu gebauten Bänke und überdachte Infowand. Waldarbeiter von RWE und Bullen arbeiten wieder freundschaftlich Hand in Hand. Ob sie heute Räumen werden ist nicht klar aber dass sie durch diese Aktion eine Räumung vorbereiten wollen ist schon gut möglich.
Schauen wir mal was der Tag noch bringt…

Kommt auf jedenfall immer gern zur Wiese und/oder in den Wald um es ihnen nicht zu leicht zu machen und den Widerstand zu unterstützen. Wir haben eine Waffe: Solidarität…

Noch keine Räumung aber vorbereitende Maßnahmen für Rodung

Die neue Waldbesetzung im Hambacher Forst besteht weiterhin und an den Baumhäusern wird fleißig weiter gebaut. Währenddessen haben seit dem 1. Oktober vorbereitende Maßnahmen für die Rodung begonnen. Vom 1. Oktober an, bis zum Ende des Winters darf RWE im Hambacher Forst roden. Und zwar wollen sie den Streifen roden, den sie im kommenden Jahr abbaggern wollen. Da wir die Bäume viel lieber haben, als RWEs Profit und Energieversorgung aus dem letzten Jahrtausend würden wir uns freuen wenn möglichst viele Leute vorbeikommen um die Bäume zu retten.