Blockade von Schlachthöfen


Am heutigen Tag haben Aktivist_innen an zwei Standorten Schlachthöfe für mehrere Stunde blockiert.
Sie ketteten sich mitunter an Betonfässern fest, kletterten auf Bäume und erichteten Barrikaden auf den Zufahrtsstraßen.
Als wir dies in den frühen Morgenstunden erfuhren ging ein Aplaus durch die drei Baumbesetzungen und Wiesen Besetzung.
Dabei entstand der folgende Text:

Den lebenfeindlichen Verhältnissen entgegentreten! Schaffen wir Bewusstsein und Alternativen!

Weltweit ist der Krieg um Ressourcen im Gange. Öl, Kohle, Uran, Holz sowie Wasser und Lebensmittel werden an Börsen gehandelt,
ganze Landstriche werden enteignet, Ökosysteme zerstört, Kleinbäuer_innen vertrieben und Indigene ermordet.
Im Amazonas, eines der letzten und größten zusammenhängenden Ökosysteme der Welt werden jeden Tag zwischen ein und drei Hektar zerstört; abgeholzt,
niedergebrannt und gerodet damit wir in Europa unsere Gärten und Häuser mit Teakholz verschönern können.
Die Erde wird überall auf der Welt aufgerissen um an die dortigen „Bodenschätze“ zu gelangen um Profit zu maximieren und lebensfeindliche Technologien
weiter zu betreiben, wie bspw. Kohle- und Atomkraftwerke.
Riesige Landstriche werden mit Pestiziden verseucht. Monokulturen werden geschaffen für die Palmöl- und Sojaproduktion.
Der Großteil des weltweit produzierten Soja ist genmanipuliert und landet in der Futtermittelindustrie um „unseren“ Hunger nach Fleisch zu stillen.
Es werden Schlachtfabriken aus dem Boden gestampft um Millionen von Lebewesen tagtäglich zu ermorden.
Konzerne wie Monsanto, Nestle, Apple, Bayer und RWE stehen seit Jahren im Fokus von Aktionen radikaler Umwelt-, Tier- und Menschenrechtsgruppen.
Desweiteren Banken und Regierungen die diese Verhältnisse unterstützen und am laufen halten und sich daran zu bereichern.
Sie stehen für Zerstörung von Lebensraum, für Vertreibung und Mord.
Sich all diesen lebensfeindlichen Machenschaften in all ihren Ausläufen entgegen zu stellen ist die Aufgabe jener, die durch ihren Konsum indirekt diese fordern.
Mensch, Tier und Natur sind keine Ware.
Herrschaft und Kapitalismus markieren, blockieren, sabotieren.
Total Liberation!
Für ein Leben in Freiheit, Liebe und Anarchie!

Solidarisches Handeln und Grüße aus den besetzten Regionen im und um den Hambacher Forst!!!

Infos, Hintergründe und Bilder zur Blockade hier:
http://antiindustryfarm.blogsport.de/
http://mastanlagenwiderstand.de/das-buendnis-mastanlagen-widerstand-blockiert-die-wiesenhof-schlachtfabrik-in-moeckern-sachsen-anhalt/


4 Antworten auf „Blockade von Schlachthöfen“


  1. 1 Willi Stock 20. Mai 2014 um 17:17 Uhr

    Ob 7 Milliarden Menschen vom Steinelutschen, Grasessen oder Liebe machen satt werden oder gesund bleiben?

    Euer Tun ist nur möglich, weil sich unsere Wohlstandsgesellschaft solche Gründeppen leisten kann.

  2. 2 TITO 23. Mai 2014 um 11:10 Uhr

    Klimawandel heißt Handelskrieg, der „Sommerschlußverkauf“ kommt jedes Jahr früher und wo auch bisherige Profiteure abgehängt werden zeigen die Verteilungskämpfe ihre gehässige Fratze. Wieviele Grundeinkommen könnten davon finanziert werden diesen größenwahnsinnigen Auftragsschreiber zu entlassen? „Unsere“ überfinanzierten Renaturierungsverlierer entsprechen durchaus ihrem eigenen Menschenbild: Überbevölkerung? Auf den Teller damit!

    https://linksunten.indymedia.org/en/node/77066

  3. 3 Rosa 23. Mai 2014 um 22:34 Uhr

    Danke für euren schönen Text!
    Zusätzlich schön wäre, wenn ihr beim Foto den Fotografen erwähnen würde, der an diesem Tag auch gute Arbeit geleistet hat: (cc) Gustav Pursche, visual-rebellion.com

    Danke nochmal und Grüße,
    Rosa*

  1. 1 Solidaritätserklärung aus dem Hambacher Forst « Stoppt Schlachtfabriken! Pingback am 20. Mai 2014 um 15:16 Uhr
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