Archiv für März 2015

Weltcharta für die Natur der Vereinten Nationen von 1982

von: Kim

Am 9. November 1982 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) die „World Charter for Nature“ (Weltcharta für die Natur). Diese „Weltcharta für die Natur“ ist ein Verhaltenskodex zur Behandlung der natürlichen Reichtümer auf Weltebene und fordert umfangreiche Maßnahmen für den Schutz und die Erhaltung natürlicher Lebensräume.

Die Weltcharta enthält fünf Grundprinzipien:
1. Respekt vor der Natur und keine Beeinträchtigung ihrer grundlegenden Prozesse
2. Erhalt der genetischen Lebensfähigkeit, Erhalt der Arten, Erhalt ihrer Lebensräume
3. Erhalt einzigartiger Gebiete und u.a. der Lebensräume seltener oder gefährdeter Arten
4. Erreichen und Erhalten der optimalen dauerhaften (sustainable) Produktivität der vom Menschen genutzten Ökosysteme und Lebewesen, ohne die Unversehrtheit anderer Ökosysteme oder koexistierender Arten zu gefährden
5. Schutz der Natur vor Zerstörung durch Kriegführung oder feindliche Aktivitäten .1

Hier ein Auszug ab Abschnitt 21:
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Pressemitteilung: Resolution gegen Waldbesetzer_innen abgeschwächt

Düren – Bei der gestrigen Sitzung des Kreistags wurde ein Resolutionsvorschlag der SPD-Fraktion abgelehnt, in dem ein härteres Vorgehen gegen die direkten Aktionen im Hambacher Forst gefordert wird. An dessen Stelle wurde ein moderaterer alternativer Resolutionsvorschlag verabschiedet, der von den Grünen und der CDU eingereicht worden war. In diesem war der Beschlussvorschlag der SPD übernommen worden und um eine Aufforderung zu Dialogen ergänzt. Außerdem wurde die Darstellung des Sachverhalts ausgeglichen, die auf dem Blog der Waldbesetzer_innen ausführlich für ihre Einseitigkeit kritisiert worden war.
Die Sitzung wurde von ca. fünfzehn Aktivist_innen und Unterstützer_innen der Wald- und Wiesenbesetzungen begleitet. Eine Wortmeldung aus dem ungewohnten Publikum führte zunächst zu Uneinigkeit, ob der Kreisrat es riskieren könne, durch das Zugeständnis des Rederechts an nicht-Abgeordnete einen Präzedenzfall zu schaffen. In einer kurzen Sitzungspause kamen die Fraktionen aber bei internen Besprechungen überein, dass dies nicht zu befürchten sei, da normaler Weise kaum Publikum anwesend ist. Offiziell wurde die Sitzung unterbrochen, solange der Aktivist Tino Schnuck am Redner_innenpult stand.
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Aufruf zum SkillsharingCamp im Rheinland

Dieser Text kommt aus der WAA / Werkstatt für Aktionen und Alternativen in Düren. Quelle:waa.blogsport.de/

Skillsharing Camp
im Hambacher Forst und der WAA
vom 06. bis zum 12.04.2015

Die Blockade eines der großen Schaufelbagger am 08. 03. 2015, das weitere Bestehen der Wald-/ Wiesenbesetzung und der Werkstatt für Aktionen und Alternativen (WAA) zeigen: Der Widerstand gegen die Braunkohleindustrie und ihre Welt lebt!
Aus diesem Grund wird das zweite Frühlings Skillsharing Camp im Rheinland vorbereitet. Um das Camp zu bereichern, wird ein Teil davon in der WAA (12km vom Hambacher Forst) stattfinden. Das Skillsharing Camp dient auf der einen Seite als Plattform zur Weitergabe von Kenntnissen und Fähigkeiten, zum Anderen als Forum, um internationale Kontakte zu anderen Kämpfen aufzubauen und aufrecht zu halten.
Die WAA in Düren wurde direkt im Anschluss ans Klimacamp 2011 gegründet. Ein halbes Jahr später wurde von hier aus zum ersten Mal der Wald besetzt. Übrigens geht es in der WAA direkt im Anschluss ans Skillsharing-Camp mit einer Bau- und Infowoche weiter! (mehr…)

Frequenz A – Radiobeitrag über den Hambacher Forst vom Januar

In diesem Beitrag erwartet euch ein Interview mit Tim über den Widerstand gegen Braunkohleverstromung und die Machenschaften der Konzerne und Staat(en) im, um und außerhalb des Hambacher Forstes. Außerdem geht es ausführlich um die in Hamburg enttarnte verdeckte Ermittlerin Iris Plate, die seit knapp 14 Jahren in radikalen, linken Strukturen in Hamburg und nun Deutschlandweit für Wirbel sorgte. Ein Thema, mit dem sich jede radikal-politische Struktur früher oder später auseinander setzten sollte! Denn auch im Hambacher Forst musste sich bereits mit staatlichen Informant_innen, welche eingeschleust werden sollten, auseinandergesetzt werden und weiterhin bleibt dies ein Risiko, welches stets zu beachten ist.
Also: kritisch bleiben, solidarisch handeln und nicht unterkriegen lassen!

Bildet euch,
bildet andere,
bildet Banden!

Schon Benjamin Blümchen besetzte Bäume!

Mal was Erheiterndes zwischendurch. Die Besetzer_innen im Hambacher Forst haben sich das mit dem Bäume Besetzen ja auch nicht ausgedacht…

Ab in die Bäume!

„Wirtschaftsminster will Kohlendioxid sparen“: Umweltaktivisten protestieren immer wieder mit Waldbesetzungen gegen den Braunkohletagebau Hambach. Der Hambacher Forst hat nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) eine 12.000 Jahre alte Geschichte. In dem Wald leben Bechsteinfledermaus, Springfrosch und Haselmaus – alle sind streng geschützt.

3Sat nano

„Vom Fanatismus getriebene ausländische Sprengsatzbastler_innen“

SPD-Kreistagsfraktion wirbt mit fremdenfeindlicher Demagogie für Law-and-Order

Wie wir am Sonntag schon berichteten, hat die SPD-Kreistagsfraktion Düren für die Sitzung am Donnerstag eine Resolution eingereicht, in der vor Allem ein allgemeiner Wunsch nach härterem Durchgreifen gegen die Aktiven im Hambacher Forst geäußert wird. Hier kann der Antrag im Original gelesen werden; hier findet ihr die Tagesordnung der Sitzung.
Der Beschlussvorschlag lautet: „Der Kreis Düren fordert die Landesregierung von Nordrhein Westfalen, die Landräte des Kreises Düren und des Rhein-Erft-Kreises sowie die Kreispolizeibehörden Düren und Rhein-Erft-Kreis auf, sich mit der notwendigen Entschlossenheit für die öffentliche Ordnung und Sicherheit rund um den Tagebau Hambach und auf der Sophienhöhe einzusetzen.“ Es geht also darum, an möglichst vielen Stellen den Druck zu erhöhen, damit hart durchgegriffen wird und etwaige rechtsstaatliche Erwägungen auch mal lieber unter den Tisch fallen dürfen.

Kommt alle zur öffentlichen Kreistagssitzung am Donnerstag um 17:00 in der Bismarckstraße 16! (Genauere Angaben in der Tagesordnung oder hier.) Schreibt doch auch gerne der SPD-Kreistagsfraktion (oder auch anderen), was ihr von der Resolution haltet! (Kontaktdaten z.B. im Resolutionsantrag.)

Interessant ist der demagogische Stil in der Antragsbegründung. Eine gewisse stilistische Ähnlichkeit zu den Trollkommentaren, die als massenhafte Spam auf unserem Blog und unter Zeitungsartikeln über den Forst gepostet werden, ist augenscheinlich. Man fühlt sich beim Lesen förmlich bespritzt vom triefenden Geifer der spießbürgerlichen Wut.
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Vortrag „Atomenergie und Widerstand in Finnland“

Am Mittwoch den 25.3.2015 findet auf der Wiese ab 17 Uhr ein Workshop zum Thema „Atomenergie und Widerstand in Finnland“ statt. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten. Kommt zahlreich!
http://hyokyaalto.net/in-english/

Hambi Vortrag in Stuttgart

Hier nochmal eine kleine Erinnerung an den Hambacher Forst Vortrag in Stuttgart:
Wir wollen am Donnerstag (26.03) einen Vortrag im Stadtteilzentrum Gasparitsch machen, bei dem wir von alten und neuen Ereignissen des Widerstandes erzählen, ein paar Filme/Filmchen zeigen und diskutieren.
Der Vortrag findet um 19 Uhr in der Rotenbergstraße 125. statt.
Kommt zahlreich!

Skillsharing Camp und Waldfest vom 4.-12. April!

Der dreijährige Geburtstag der Waldbesetzung rückt näher! Aus diesem Grund findet am 4. und 5. April zum wiederholten Male unser Waldfest statt. Am Samstag, dem 4., werden verschiedene Bands verstärkt auf der Wiesenbesetzung spielen, am Sonntag begrüßen wir dann viele Liedermacher_innen und Straßenmusiker_innen zum Akustikkonzert im Wald! Im Anschluss findet das Frühlings-Skillsharing Camp vom 06-12.04. statt.
Weiter Informationen zum: Waldfest ( Hier ), Skillsharing Camp im Wald (Hier) und der WAA ( Hier)

One solution, resolution, oder what??

SPD im Kreistag Düren will stärker gegen Waldbesetzung vorgehen

Vergangene Woche mussten wir der Presse entnehmen, dass der Kreistag in Düren plant, am kommenden Donnerstag eine Resolution gegen uns zu verabschieden. Soweit wir dies unseren höchst unvollständigen Infos entnehmen können, sollen darin Landesregierung, Polizei, Bauamt und andere Behörden aufgefordert werden, stärker gegen uns aktiv zu werden.

Die Lokalpolitik erweist sich damit zum wiederholten Male als Erfüllungsgehilfe von RWEs tödlichen Unternehmungen! Nicht umsonst ist der CDU-Landrat des Kreises Düren ebenfalls Aufsichtsrat bei RWE.
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18.03: Vielfalt ist unsere Stärke

warum Blockupy sich nicht von militanteren Aktionen distanzieren sollte

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Zitiert von linksunten.indymedia.org

Disclaimer: Wie jeder andere Artikel auf dieser Website repräsentiert auch dieser hier nicht die Meinung sämtlicher Menschen, die auf der Besetzung aktiv sind.

Angesichts der Aktionen, die am Mittwochmorgen und -vormittag jenseits von Sitzblockaden und angemeldeten Demonstrationen/Kundgebungen liefen, zeigten sich einige Sprecher*innen des Blockupy-Bündnisses überrascht und distanzierten sich von diesen „Krawallen“.

Als wir am Mittwoch in Frankfurt die zerbrochenen Schaufensterscheiben, die Barrikaden in den Straßen und die brennenden Polizeiautos sahen, waren wir ebenfalls überrascht – allerdings im positiven. Es freute uns, dass so viele Menschen, die von der Austeritätspolitik direkter betroffen sind, von weit her gekommen waren, um gemeinsam mit uns ihrer Wut über die alltäglichen Grausamkeiten des Kapitalismus Ausdruck zu verleihen. Wir finden es sehr schade und für unseren gemeinsamen Protest nicht förderlich, dass einige Blockupy-Sprecher*innen meinten, sich distanzieren zu müssen. Im Folgenden wollen wir einige Annahmen über militantere Aktionen, wie sie von der Presse, der Öffentlichkeit und leider auch Teilen des Blockupy-Bündnisses geäußert wurden, kritisch beleuchten, um somit um Verständnis für unsere Militanz zu werben.

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Waldspaziergang am 22.März

Food„Kein Baum fällt“ Der Waldpädagoge Michael Zobel (Aachen) lädt zum 11. Waldspaziergang unter dem Motto: „Wald statt Kohle – Führung im Hambacher Forst“ am Sonntag den 22. März ein (an der ehemaligen Abfahrt Kerpen-Buir, 12 Uhr).

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Baggerbesetzung-Newsticker

Alle Gefangenen sind frei
gegen 12:50
Die Festgenommenen sind nach und nach aus der Gewahrsam entlassen worden, und es ist so weit: Alle sind raus!
Räumung beendet
11:57
Die letzte geräumte person wird jetzt in die Polizeiwache Düren gebracht.
.Zwei Personen raus
10:55
Die ersten beiden Personen wurden aus der Haft entlassen. Mit der dritten ist auch sehr bald zu rechnen.
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Bagger im Tagebau Inden besetzt

Öffnen des Lockons bei der Baggerbesetzung Inden am 15.März.2015
Weitere Fotos
Pressemitteilung (Aktionserklärung siehe unten)

In der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 00:30 Uhr haben Aktivist*innen der Anti-Kohle-Bewegung einen Bagger im Tagebau Inden besetzt. Eine Person ist festgekettet, drei weitere haben sich mit Kletterausrüstung auf den Bagger begeben. Es wurde ein Banner mit der Aufschrift „Braunkohle tötet. Überall.“ aufgehängt.

„Der Stillstand des Baggers, also eines der Herzstücke RWE’s, bedeutet einen massiven Eingriff in den reibungslosen Ablauf des Konzerns. Damit stören wir bewusst die Fortsetzung einer Energiegewinnung, der komplette Ökosysteme zum Opfer fallen.“ erklärt Konny L. (Name geändert). „Durch die Ausbreitung des Tagebaus werden Menschen vertrieben und enteignet. Am Tagebau Hambach wird ein alter Wald gerodet, der seit Anfang des Mittelalters in Bürger*innenhand war – sofern ein Wald überhaupt jemandem gehören kann – und der seitdem verhältnismäßig nachhaltig bewirtschaftet wurde. Nun hat RWE ihn gekauft, mit dem einzigen Ziel, ihn zu zerstören, um aus der Kohlegewinnung Profit zu schlagen.“
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Waldaktivist*innen besetzen Bagger im Tagebau Inden

Aktionserklärung (Pressemitteilung siehe oben)

Der Bagger steht still – durch nicht einmal 10 entschlossene Personen!
Ein System ist nicht unaufhaltsam, wenn dazu der Wille besteht und wenn die Menschen beginnen für Entscheidungen den eigenen Kopf zu benutzen, anstatt gegebene Regeln und Meinungen wiederzukäuen. Dann besteht die Möglichkeit auf eine Lebensweise, in der keine*r hungern oder sich vor der eigenen Spezies fürchten muss. Eine Lebensweise, in der respektvoll und frei von Unterdrückung miteinander umgegangen wird.
Die Aktion solidarisiert sich mit den Menschen in und um Fukushima, die, wie so viele Menschen weltweit, Opfer der Profitgier einzelner geworden sind. Die Widerstandsbewegungen gegen Kohle- und nukleare Energiegewinnung gehen Hand in Hand, denn beide verursachen auf kurz und (!) auf lang großflächige Umweltzerstörung und tausende von Todesopfern. Wir werden uns nicht einschüchtern lassen von Repression und Drohungen. Solange nicht alle Lebewesen die Möglichkeit haben, ohne menschliche Unterdrückung zu wachsen und zu leben geht etwas gewaltig schief.

Lasst es uns geradebiegen! Kommt zum Blockupy-Aktionstag in Frankfurt (18.3.), zur Räumung der von Flüchtlingen besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin (19.3.), zu den Protesten gegen den G7-Gipfel auf Elmau, Oberbayern (2.-8.6.).
Lasst uns gemeinsam den Widerstand leben und den Aufstand beginnen!

Waldfest am 4. und 5. April

Die Flyer fürs Waldfest sind nun fertig und es gibt schon eine Menge Programm!


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Köln goes Wald am Sonntag, 8. März 2015 ab 11:20 Uhr

Um 11:20 Uhr tref­fen wir uns di­rekt am Gleis der S12 am S-​Bahn­hof Köln-​Eh­ren­feld. Er­ken­nungs­zei­chen ist das „Ham­ba­cher Forst bleibt!“ Pla­kat. In Buir wird der Rest um 12.​oo Uhr am Bahn­hof ein­ge­sam­melt. Ge­mein­sam gehts dann erst ein­mal zum Loch und an­schlie­ßend zur Wie­sen­be­set­zung. Dort wird vega­ner Ku­chen auf uns war­ten, und es bleibt genug Zeit für Fra­gen, Aus­tausch und ge­mein­sa­me Pläne. Falls ihr Lust habt, könnt ihr gerne Ku­chen (am liebs­ten vegan) mit­brin­gen, mit dem wir den Nach­mit­tag ge­mein­sam mit den Men­schen auf der Wiese aus­klin­gen las­sen kön­nen. Falls ihr die­sen Sonn­tag keine Zeit habt, ist auch das kein Pro­blem: die Tour fin­det jeden zwei­ten Sonn­tag im Monat statt.

Forst

Hambacher Forst Vortrag in Stuttgart

Am 26. März findet im Stadtteilzentrum Gasparitsch ein Hambacher Forst Vortrag statt. Er soll um 19:00 Uhr beginnen.
Es soll sowohl um die existierenden Besetzungen und den Wald gehen, als auch um die komplette Situation im Zusammenhang mit Braunkohleförderung.
Kommt zahlreich.