Archiv für Juni 2015

Kunst und Kulturfestival 2015

Vom 20. bis 26. Juli 2015 findet auf der Wiesenbesetzung gegen den Braunkohleabbau am Hambacher Forst ein bunter und kreativer Protest statt.

Wenn du Lust auf Kreatives wie Malen, Musik, Clownerei, Hütten- und Barrikadenbau, Gemeinschaftsgarten, selbstorganisierte Performances, Yoga, Zirkus oder anderen künstlerischen Austausch hast, dann bist du hier richtig. (mehr…)

„Das Dröhnen im Walde“ ein Artikel im Greenpeace-Magazin

Im Frühjahr diesen Jahres war für ein paar Tage eine Journalistin vom Greenpeace-Magazine zu Besuch im Wald. Daraus ist ein wunderbarer Artikel entstanden. Einen Teil davon könnt ihr hier lesen.
Teil II

Klima und Flucht – Solidarität mit Geflücheten

In der zweiten Ausgabe der Our Climate-Not your Business gab es bereits einen Artikel zu Klimawandel als Grund von Flucht (Seite 4), der darauf hinweist, wie Klima, Migration und die fossilistische Wirtschaftsweise zusammen hängen. Mit der Aktion #dietotenkommen, machte das »Zentrum für politische Schönheit« mit Gräbern überall in Berlin auf die Toten im Mittelmehr aufmerksam: Gräber für die Kanzlerin „Zum Gedenken an 23.000 tote Flüchtlinge: Tausende Demonstranten haben Wiese vor dem Reichstag in einen »Friedhof« verwandelt.“ Die Aktion wurde in mehreren Städten nachgeahmt. Am 26. Juni gab es dazu auch in Köln eine Soliveranstaltung: Gräber in Köln – Solidarität mit Geflüchteten (Video)

Aufruf zum Anti-Atom-Camp in Pyhäjoki, Finnland

Ein Aufruf unserer Freunde in Finnland erreichte uns eben per Mail. Unterstützt das Camp gegen das neu gebaute, aber noch nicht in Betrieb genommene, Kernkraftwerk in Pyhäjoki.

Aufruf: Der Juli rückt näher, die Räumungsgefahr steigt – kommt nach Hanhikivi! (englisch)

Der Neubau der Atomanlage von Fennovoima-Rosatom erreicht nun einen kritischen Punkt. (mehr…)

CrimethInc im Forst

Das Crimethinc-Kollektiv hat einen anderthalb-stündigen Podcast auf englisch über den Hambacher Forst veröffentlicht. Hört und lest selbst

„Waldbelichtung“– Fotoaktion im Hambacher Forst

Am Freitag war der Aachener Fotograf Andreas Magdanz für ein Fotoprojekt mit 70 StudentInnen im Hambacher Forst. Ein Fernsehbericht findet sich hier. Ein weiterer Bericht sowie eine Ausstellung folgen.

ZAD Roybon räumungsbedroht

Flyer ZAD Roybon

Aus der ZAD Roybon erreichte uns ein Hilferuf. Die Zone a defendre in Roybon (Frankreich) ist nach Ankündigungen vom 8. bis zum 15. Juli akut räumungsbedroht. Die ZAD befindet sich im Kampf gegen die Center Parcs Roybon. Seit 2008 wird dort von verschiedenen Gruppen ein Industrietourismusprojekt bestritten. Im Herbst 2014 bekam der Kampf neuen Schwung mit der Besiedlung des Ortes. Auch hier ist ein Wald von der Rodung bedroht.

Hier eine grobe Übersetzung des Hilferufes: (mehr…)

dradio: „Deutschlands Doppelmoral“ – Kohleabbau in Kolumbien

„Euer Luxus kostet Leben in Kolumbien“
Das Feature erzählt von den zwielichtigen Manövern der Rohstofflobby. Es führt in die Kohleabbauregion Ceìsar, in die kolumbianische Politik, zu inhaftierten Paramilitärs, die über ihre Vergangenheit sprechen, und in die Konzernzentralen deutscher Energieriesen.

„Drohungen, Vertreibung, Morde – jahrelang haben paramilitärische Einheiten Platz für den lukrativen Kohleabbau im Nordosten Kolumbiens geschaffen. Zwischen 1996 und 2006 wurden fast 60.000 Menschen vertrieben und 2.600 Menschen ermordet. Profiteure der Menschenrechtsverletzungen sind auch deutsche Energieversorger.“

mp3 der Sendung – Manuskript als PDF / txt (mehr…)

Garzweiler: Umsiedlung von Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich und Berverath ab 2016 beschlossen

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet über den Umsiedlungsbeschluss bezüglich Garzweiler.

Im Braunkohleplanverfahren hat der Braunkohleausschuss von Erkelenz die Umsiedelung der Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich und Berverath beschlossen. Ab 2016 müssen dem offenen Tagebau wiederum 1600 Menschen weichen deren Hoffnung nun zerschlagen wurde, nachdem 2014 der Abbau der Siedlungen Holzweiler, Gut Dackweiler und dem Hauerhof war 2014 für nicht notwendig erklärt worden war. „Etwa 15 Jahre lang soll die Umsiedlung dauern. Die betroffenen Menschen haben sich meist für eine geschlossene Umsiedelung nach Erkelenz-Nord entschieden.“.

Übersichtskarte Abbaufeld Garzweiler II

Abbau bis zum Jahr 2045
Zur Sicherung der Energieversorgung wurde der Tagebau Anfang 2006 in westlicher Richtung nahtlos in das 48 Quadratkilometer große Anschlussfeld Garzweiler II fortgeführt. Dort lagern 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle, die bis 2045 abgebaut werden sollen und rund 40% der rheinischen Braunkohlenförderung ausmachen. (mehr…)

Königsdorfer Literaturforum


Zweites Eröffnungskonzert der „Ersten Wiener Klavierschule“ des Pianisten des „Königsdorfer Literaturforums“, Alphonse Sauer
Flyer als PDF

zwei Veranstaltungshinweise

In der Schreibwerkstatt „Federleicht“ treffen sich seit 21.05.2015 jeden Donnerstag 19–21 Uhr Menschen, die gerne schreiben. Es entstehen kurze und lange Geschichten, einfache und komplizierte, Texte und Gedichte über das Leben, die Träume, Freude und Frust.

Der Wiener Publizist Gerhard Scheucher referiert am Donnerstag, dem 25. Juni 2015, um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus (Ecke Pfeilstr. / Franz-Lenders-Str.) zum Thema Scheitern in der heutigen auf schnelle Erfolge fixierten und digital durchgetakteten Welt. Es gibt in der Weltgeschichte, Wirtschaft und im tagtäglichen Leben hinreichend Beispiele dafür, wie scheinbare Misserfolge letztlich doch zu positiven Ergebnissen, zu Erfolgen führen. (mehr…)

Konzert am 30. Juni: Paul Geigerzähler + Sissi auf der Wiese!

Flyer

20 Uhr gehts los: Paul Geigerzähler und Sissi musizieren für euch.
Also kommt vorbei!

Solidarität und Liebe aus Montreal!

„Hambi bleibt“ auf Französisch
Hambi reste!
„Wir von Climate Justice Montreal senden euch unsere Solidarität!
Ich war im Hambi während des letzten Skillsharing-Camps im Herbst und vermisse euch alle!“

CDU-Bundestagsabgeordneter Georg Kippels gründet „Bürgerinitative Pro Braunkohle“

RWE Postwurfsendung 'Zukunft im Revier'

Der sich jetzt selbst enttarnende, in den Bundestag der BRD entsandte Untergrundlobbyist: Georg Kippels, führt die Geschäfte von RWE und gründet mit anderen die sogenannte „Bürgerinitiative Pro Braunkohle“: Zeitungsartikel (PDF, 4,5 MB) (mehr…)

Solifete für Antirepressions-Topf des Hambacher Forst

Die Bands Loser Youth und Kotzen laden ein zum Plattenrelease:

Weil man das ja so macht, machen wir auch eine Releaseparty für unsere neue Platte. Am 04.07.2015 in der Villa Dunkelbunt in Hamburg. Mit Kotzen. Danach noch Feierei mit DJ Deichkilla. Wenn ihr zu viel Kröten da lasst, geht das in den Antirepressions-Topf des Hambacher Forst. Die neue Platte haben wir dann auch da. Holla die Waldfee!

loseryouth Plattenreleaseparty mit Kotzen
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Solidarität mit tschechischen Anarchist*innen

Prag, Tschechien: Polizeirepression – Anarchisten und Anarchistinnen der Vorbereitung eines terroristischen Anschlages angeklagt – „Keine Repression kann die Sehnsucht nach Freiheit unterdrücken!“
panfleto Antifenix
Unter dem Decknamen Operation Phönix („operace Fénix“ auf Tschechisch) führt die Polizei in den letzten Tagen die größte Repressionswelle gegen die anarchistische und linksradikale Bewegung in der neueren tschechischen Geschichte durch. Mit dem Abführen von Leuten zum Verhör in den frühen Morgenstunden am Dienstag, dem 28. April, einer Razzia in einem sozialen Zentrum, dem Bedrohen von Menschen, sie der Planung eines terroristischen Anschlages anzuklagen, und der Beschlagnahmung von Servern und Computern gleich einer ganzen Reihe von Organisationen und Gruppen versucht die antiextremistische Abteilung der Polizei die sozialen und politischen Aktivisten und Aktivistinnen einzuschüchtern und so viele Informationen wie möglich über Aktivitäten, Gruppen und einzelne Personen zu sammeln. (mehr…)

Solidarität aus Griechenland

In Griechenland wurden verschiedene Transpas gehisst, u.a. in Solidarität mit dem Gefangenen Marius J. Mason, Marco Camenisch, Eric McDavid.

Exarchia Platz: 'Hambacher Forst bleibt – Sabotage gegen Bergbau und Energieindustrie.'

„Mit Parolen in verschiedenen Sprachen wurde Bezug auf die Kämpfe gegen die TAV Hochgeschwindigkeitsstrecke Lyon – Turin im Susa Tal und dem Dorf Chiomonte, gegen die Installation des militärischen Satellitenkommunikationsystem MUOS auf Sizilien sowie zur Verteidigung des von Zerstörung durch Braukohletagebau bedrohten Hambacher Forsts in Deutschland (während der Veranstaltung am 11. Juni werden GefährtInnen Updates zu diesem Kampf liefern) genommen. Außerdem drücken sie Solidarität mit den öko-anarchistischen Langzeitgefangenen Marco Camenisch, dessen Antrag auf bedingte Entlassung wieder einmal von den Schweizer Autoritäten abgewiesen worden ist und mit Marius Jacob Mason, trans-anarchistischer Gefangener in der USA aus.“ mehr

Waldspaziergang mit Michael Zobel und Köln goes Wald am Sonntag den 14. Juni

Food

Bluetown

„Hallo zusammen,

am kommenden Sonntag ist es wieder soweit. Die 14. Führung im Hambacher Forst mit dem Waldpädagogen und Naturführer Michael Zobel steht an. Und so wie es jetzt schon aussieht, wird am Sonntag der 1000ste Teilnehmer/ die 1000ste Teilnehmerin begrüßt .

. (mehr…)

Baggerbesetzung: Erster Rückblick

Foto: Hubert Perschke
Foto: Hubert Perschke

Fast sechzig Stunden nach dem Entern ist die Baggerbesetzung schließlich beendet. Das bedeutet sechzig Stunden, in denen dieses stählerne Monster keine Landschaft vernichten konnte; sechzig Stunden, die der Konzern in seinem Zeitplan der Vernichtung aufholen muss. RWE hält sich bedeckt über die entstandenen Kosten – mit gutem Grund. Denn eines ist sicher: Diese Aktionsform ist teuer und sie tut dem Energieriesen empfindlich weh. Wenn wir hier schwarz auf weiß eine Zahl aus erster Hand präsentieren könnten, dann würde der Vergleich mit dem lächerlichen Aktionsaufwand nur noch umso mehr Spaß machen. Alle festgenommenen Personen haben erfolgreich die Angabe ihrer Personalien verweigert – damit ist über die kurzen Festnahmen hinaus und ein unsinniges Knöllchen keine weitere Repression zu erwarten!
Anders als gewohnt haben sich die Baggerbesetzer_innen diesmal nicht von der Polizei räumen lassen, sondern sind selbst runter gegangen. (mehr…)

Baggerbesetzung Tagebau Inden – TICKER

Der Bagger am Tagebau Inden war über 50 Stunden besetzt. Warum?englishfranzösisch

Bagger 255

an der Kante (mehr…)

Schaufelradbagger im Braunkohletagebau Inden besetzt

Dieser Text mit Photos hat uns heute Nacht per eMail erreicht. Die Aktion dauerte über 50 Stunden an, Pressemitteilung weiter unten. english version

Aktionserklärung

Wenn vier Menschen auf solch behutsame Weise einen Riesenbagger für mehrere Stunden lahmlegen können...

Heute Nacht gegen ein Uhr haben vier Aktivist_innen einen der großen Schaufelradbagger im Tagebau Inden besetzt. Sie sind auf die Spitze des Baggers in etwa 70m Höhe geklettert. Damit ist eine der größten Maschinen der Welt, die normalerweise 24/7 wortwörtlich am laufenden Band Landschaft zerstört, effektiv blockiert. In Inden wird Braunkohle fürs rheinische Revier über Tage gefördert, das heißt: Alles was darüber liegt, ist im Weg und wird vernichtet; wer darüber wohnt, wird enteignet und vertrieben. So entstehen unvorstellbar riesige Löcher in der Landschaft, Industriewüsten bis zum Horizont, wo einmal Dörfer, Felder, Wiesen und Wälder waren. Das alles für den Energieträger Braunkohle, der lächerlich ineffizient ist, der riesige Belastungen an CO2- und Feinstaubausstoß verursacht, und der mit unflexiblen „Grundlastkraftwerken“ die Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien sabotiert.

Die Aktion ist auch ein solidarischer Gruß aus dem Widerstand gegen das rheinische Braunkohlerevier an den Widerstand gegen das Treffen der G7 in Elmau. (mehr…)

Informationen für Presse

Info für Journalist*innen und Multiplikator*innen:
Wir sind interessiert an Feedback und Verbesserungsvorschlägen zu unserer Pressemappe und zur Qualität unserer Veröffentlichungen. Infos und Kontakt

Kohlegespräche in Aachen


Flyer (PDF)

Abendveranstaltungen
„Kohlegespräche – über Wachstum und Klimagerechtigkeit“

Unter dem Motto „Wir müssen reden“ laufen am Montag, den 8. Juni 2015 und am Dienstag, den 9. Juni in Aachen die „Kohlegespräche“. Die interaktive Podiumsdiskussion verbindet den lokalen Kohlekonflikt rund um das rheinische Braunkohlerevier mit globaler Klimagerechtigkeit und Wachstumskritik und dient gleichzeitig der Vernetzung der Teilnehmenden untereinander für die bevorstehenden Klima- und Anti-Kohle-Proteste. (mehr…)

SHOUT HIN!

NOLI ME TANGERE (RÜHR MICH NICHT AN)
ZUR SCHÄNDUNG DES ERDREICHES
Grafische Arbeit und Video/Sound/Installation

Eine Arbeit zu Extraktivismus, Braunkohle und dem Zugriff auf das Leben
von Susanne Fasbender

im Rahmen der Ausstellung SHOUT HIN! vom 13. Juni bis 31. Juli 2015 Flyer (mehr…)

„Der Kapitalismus muss sterben, damit wir leben können“

Bluetown

Der folgende Beitrag über den Hambacher Forst war das Impulsreferat für den Hambacher Forst auf einer Podiumsdiskussion auf dem kommunistischen „Pfingstjugendtreffen“ am 23.05.’15. Das Motto der Diskussion lautete „Natur kaputt – Nicht mit uns!“ und angedachte Zielgruppe waren vor allem Jugendliche.
Für Schmunzeln sorgte im Verlauf der Diskussion insbesondere der Kommentar auf dem Podium: „Das mit der Sabotage ist mir persönlich ja zu anarchistisch.“ Insgesamt führte ein Bekenntnis für „Maschinenstürmerei“ in einem vor Allem marxistisch geprägten Umfeld natürlich zu einigen Grundsatzdiskussionen. Aber dagegen ist ja auch nichts einzuwenden…
Hier also der Impulsbeitrag:

Die Frage „Stirbt der Kapitalismus oder die Menschheit“ ist genau richtig: Nach dem gescheiterten Rio-Abkommen für den Klimaschutz, nach dem atomaren Super-GAU in Fukushima und mitten im größten Artensterben der Weltgeschichte ist klar: Das kapitalistische System ist unfähig, auf die ökologische Frage nachhaltige Antworten zu geben und sie umzusetzen – im Gegenteil. (mehr…)

FRACKANPADA, 13.-19. Juli 2015

http://frackanpada.frackingez.org/

FRACKANPADA: internationales Anti-Fracking Camp, 13.-19. Juli 2015 in Vitoria-Gasteiz, Baskenland

Anti-Fracking Bewegungen mobilisieren diesen Sommer zu Anti-Fracking-Aktionen ins Baskenland – in der Nähe der spanisch-französischen Grenze, 500 km westlich von Barcelona. Anti-Fracking-Kollektive aus unterschiedlichen Ländern rufen Aktivist_innen aus ganz Europa auf, sich nahe Gasteiz-Vitoria zum einwöchigen Frackanpada Camp zu treffen: mit Aktionen und Skillsharing wollen wir unsere Kämpfe gegen Landraub, für soziale Gerechtigkeit und für eine nachhaltige Gesellschaft organisieren. Gleichzeitig kämpfen wir mit unserem Widerstand nicht allein gegen den Abbau fossiler Brennstoffe, sondern entschieden gegen das diesem zugrunde liegende System von Unternehmensgewinnen und staatlicher Repression. (mehr…)