Sabotage am Tagebau Inden

Seit gestern ist folgender Text auf Indymedia linksunten zu finden. Hier soll er nur weiterverbreitet werden, der Inhalt des Textes ist diskussionswürdig.

Anmerkung: Die momentanen Verfasser*innen dieses Blogs haben sowohl mit dem Text, als auch mit der beschriebenen Aktion nichts zu tun! Dies ist eine kommentarlose Weiterleitung von Informationen.

Dazu veröffentlichte am 13.04.2016 die Aachner Zeitung: Sabotage-Akt am Tagebau: Strommast angesägt

Ich habe heute nacht, vom 11.04.16 auf den 12.04.16, versucht dem tagebau Inden die lichter auszuknipsen. Um meiner wut ueber den fortschtreitenden braunkohleabbau und die repression gegen die menschen die sich dagegen einsetzen ausdruck zu verleihen habe ich einen strommast zwischen fronhoven und dem Kraftwerk weisweiler angefangen zu faellen. Dieser mast traegt die leitungen die den tagebau mit strom versorgen und so ein arbeiten erst moeglich machen. Auch wenn der mast zur zeit noch steht ist er doch so weit beschaedigt, dass RWE ihn jetzt voraussichtlich selber umlegen muss. Ich war mir der risiken fuer mich bewusst, halte es aber fuer noetig zu drastischen mitteln zu greifen im kampf fuer eine bessere welt.

Tagebauten sind eine katastrophe fuer die umwelt. Der abbau zerstoert ganze landstriche und die verstrohmung der kohle zerstoert unser klima. Es war schon immer naiv und falsch auf die politik, ihre COP und klimagipfel zu hoffen, denn was dort beschlossen wird ist heisse Luft, weil sich nichts grundsaetzlich aendern wird, solange sich klimazerstoerung finanziell lohnt.
Die, die es beschliessen sind nicht die von den auswirkungen betroffenen.
Es muss jetzt etwas passieren!
Ich will nicht nur eine energiewende, ich will eine wende des systems, denn saubere energie wird und kann es im kapitalismus nicht geben.
Um das zu erreichen sollten wir aufhoeren in kategorien von gutem und schlechtem widerstand zu denken und solidarisch miteinander sein. Der castorwiderstand konnte nur so erfolgreich sein, weil militante und friedliche aktionen sich ergaenzt haben.

Wechsle den Stromanbieter!
Besetzt Haeuser, Bueros und Bagger!
Blockiert Zufahrten und Arbeitsablaeufe!

Faellt Strommasten anstatt Baeume!

Was ich mich getraut habe zu versuchen, kannst du schon lange!


9 Antworten auf „Sabotage am Tagebau Inden“


  1. 1 Jim Knopf 13. April 2016 um 21:18 Uhr

    Wäre der Mast gekippt, hätte dies nicht nur einen Sachschaden für RWE bedeutet, sondern vermutlich durch eine Kettenreaktion auch Menschenleben auf der A4 gefährdet!
    Wer riskiert, dass Menschen im Protest gegen RWE zu Schaden kommen, hat jegliches Augenmaß verloren.
    Solche Aktionen dienen sicher nicht dem Ansinnen, eine gesellschaftliche Mehrheit gegen den Braunkohleabbau zu formen.

    Das war großer Mist!!!!

  2. 2 Bob der Baumeister 14. April 2016 um 0:38 Uhr

    Sprich für dich selbst, Jim Knopf. DU findest, das war großer Mist. Ich finde das nicht. Nach solchen Aktionen werden auf einmal alle zu Experten, spielen das hätte-könnte-würde-Spiel und fangen an zu urteilen. Wer sagt denn, dass die A4 gefährdet war? Gibts da eine Quelle?

    „Wer riskiert, dass Menschen im Protest gegen RWE zu Schaden kommen, hat jegliches Augenmaß verloren.“

    Das ist dogmatische Kackscheisse. Mittlerweile ist doch wohl klar dass im Widerstand gegen RWE genug Menschen sind, denen du nicht mit „gesellschaftlicher Mehrheit“ kommen brauchst, oder die sich nicht mehr den bürgerlich-pazifistischen Öko-Hippiestempel aufdrücken lassen. Da gehts nicht mehr um Sympathie oder Meinungsbildung. Da wird gekämpft, gegen die Zivilisation als ganzes, und die Gesellschaft sowieso. Und wo gekämpft wird, kommen auch Menschen zu Schaden. Durch pauschale Anti-Gewalt-Statements wirst du die Gewalt nicht los, aber du spaltest die Bewegung, indem du dich von denen distanzierst die die Macht von RWE vielleicht am direktesten gespürt haben. Denn Gewalt entsteht meistens aus Gewalt.

  3. 3 Earl Sinclair 14. April 2016 um 8:27 Uhr

    Einfach nur krank.

  4. 4 uwe 14. April 2016 um 14:05 Uhr

    Extreme Caution!

    den Verantwortlichen dieses Blogs kann ich nur empfehlen die Kommentarfunktion bei solchen Meldungen zu sperren und zwar nicht nur zum eigenen Schutz, sondern vor allem zum Schutz von Leuten, die sich durch die Provokationen von Trollen zu unbedachten
    Äußerungen hinreissen lassen. Es könnten dabei Paragraphen des Strafrechts berührt werden, die durchaus regelmäßig zu Ermittlungen durch den Staatsschutz führen. Mensch muss sich dem nicht ausliefern, wenn es nicht unbedingt nötig ist :). Die Kommunikation über das Internet ist überall dort völlig unsicher, wo eine Ende-zu-Ende – Verschlüsselung nicht gewährleistet ist, von den Risiken bei Beschlagnahme von womöglich unverschlüsselten Servern, Rechnern und Datenträgern mal ganz abgesehen.
    Also denkt dran – take care!

  5. 5 jana 17. April 2016 um 8:18 Uhr

    Ganz sauber seid ihr Aktivisten nicht. Ihr betreibt Sachbeschädigung, verletzt Mitarbeiter und seid auch noch stolz drauf. Vielleicht solltet ihr einmal in eurem Leben nachdenken bevor ihr handelt.

  6. 6 hambacherforst 17. April 2016 um 15:51 Uhr

    Jana, Sachbeschädigung und das Verletzen von Menschen sind 2 ganz verschiedene paar Schuhe. Ich glaube kaum, dass irgendein*e Aktivist*in im Hambacher Forst ernsthaft stolz darauf ist, Menschen verletzt zu haben. (Da würde ich eher beim Securitypersonal suchen, wenn ich mir deren Sprüche so anhöre, was sie gerne mit „uns“ machen würden.) Die werfen „uns“ Aktivisten nämlich auch gerne alle in einen Topf, genau wie du. Das funktioniert aber nicht. Die Aktivist*innen, die die Schreiber*in dieser Zeilen im Forst kennengelernt hat, sind fast ausschließlich friedliche liebe Menschen. Aber die Gewalt sticht halt ins Auge, und verleitet außenstehende Menschen dazu, die komplette Bewegung zu verurteilen, ohne überhaupt mal Kontakt zu den Menschen gehabt zu haben.

    Außerdem will ich nochmal hervorheben, dass die Aktion in diesem Artikel nicht aus dem Hambacher Forst-Umfeld hervorgegangen ist. Wir berichten nur darüber.

  7. 7 Irgendjemand 18. April 2016 um 20:02 Uhr

    Also in dem Video von euch, wo gezeigt wird wie ein RWE Fahrzeug einen Aktivisten anfährt, sieht das mit mit der Gewalt aber ganz anders aus. Aktivisten kommen aus dem Wald und werfen ohne Grund Steine nach den RWE Mitarbeitern. Selbst als diese sich zurückziehen werden sie von dem Mob verfolgt. Diese Aktivisten scheinen sehr stolz auf Ihre Aktion zu sein. Auch die Tatsache das von euch hier der Fahrer des Wagens verurteilt wird und eben die Aggressoren die diese Situation erst verursacht haben,nicht mal leicht kritisiert werden zeigt eure Einstellung dazu.

    Es gibt sicher viele die keine Gewalt wollen. Aber sie wird akzeptiert. Wegschauen ist bei sowas jedoch genau so schlimm!

  8. 8 Ich 22. April 2016 um 10:31 Uhr

    Wie kannst du davon reden, dass es schlimm sei bei Gewalt „wegzuschauen“? Denkst du, dass Menschen aus ihrer Heimat zu vertreiben und das Zerstören von Wäldern und Lebensräumen für Tiere keine Gewalt ist?

    Du hast eindeutig keine Ahnung davon, wie der Widerstand der Aktivist*innen aussieht und mit welchen Mitteln die Security der RWE sie angreift, sobald sie selbst in der Überzahl sind. Dass auf der Videosequenz, die du ansprichst, die Aktivist*innen zuerst und anscheinend „ohne Grund“ Steine werfen, mag daran liegen, dass man nicht jede einzelne Handlung der Security als Videoaufnahme besitzt.

    Die Aktivist*innen haben als Reaktion auf RWE und die Zerstörung der Umwelt den Hambacher Forst besetzt und damit auf Ungerechtigkeit und Gewalt an der Natur und den umliegenden Menschen gehandelt.
    Ausserdem betrifft Umweltzerstörung uns alle, nicht nur Aktivist*innen oder RWE-Mitarbeitende. Es geht hier also schon lange nicht mehr darum, auf wessen Seite man steht. Es geht um das ganz persönliche Leben von jedem einzelnen Menschen. Auch um deins.

  9. 9 Stefan 24. April 2016 um 14:48 Uhr

    Hmm…halte ich für ganz großen Mist und Kontraproduktiv. Es ist eine Sache friedlich zu demonstrieren und/oder aktiv ein wenig Sachbeschädigung zu betreiben. Aber Strommäste fällen? Nicht nur, das es sich hier um einen tollen Kanidaten für den Darwin Award handelt (tut mir leid, aber egal aus welchen Motiv derjenige gehandelt hat…es war und ist einfach strunzdumm. Auch in seinem Sinne.), man kann nicht einfach alles lahm legen und dabei erwarten das niemand zu schaden kommt. Das schadet massiv der ganzen Sache. Überhaupt führt das eigentlich nur dazu das die ganze Bewegung massiv in Kritik gerät. Und ja, mag sein das nur einer Strommäste angesägt hat…mag sein das nur einer die Polizei mit Steinschleudern beschießt oder nur ne Handvoll Leute RWE Mitarbeiter verkloppt hat…nur ist das irrelevant für die Außenwahrnehmung der Protestaktion. Daher kommt beispielsweise letztendlich auch das Image des Antifaschisten als kleinen Pöbler, der eigentlich nicht zum demonstrieren sondern zum Steine werfen kommt (was sicherlich nicht so ist(!), aber sehr gerne von Außen so wahrgenommen wird..und ja ich würde sagen daran sind sie selber schuld. Bei sowas muss man aktiv schadensregulierung betreiben und mit der Öffentlichkeit quatschen). Kurzum: So ne Kacke sein lassen!

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