Gerichtsprozess am Montag

Am Montag den 05.12. um 09:00 findet vor dem Amtsgericht Düren im Saal 1.07 der Prozess einer Aktivistin aus dem Umfeld des Hambacher Forst statt. Die Angeklagte wurde am 21.01. von RWEs bezahlten Schlägern über den Haufen gefahren, verprügelt und war daraufhin unter dem Namen „Fledermaus“ etwa einem Monat in Untersuchungshaft. Ihr wird Sachbeschädigung, schwerer Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Kommt vorbei und zeigt eure Solidarität, ob durch Worte, direkte Aktion oder auch nur durch Anwesenheit! Eventuell finden Eingangskontrollen statt weshalb es sich empfiehlt, etwas früher da zu sein.


2 Antworten auf „Gerichtsprozess am Montag“


  1. 1 batman 03. Dezember 2016 um 13:26 Uhr

    kann leider nicht kommen, wünsche dir aber alles gute und viel glück!

  2. 2 Waldmensch 05. Dezember 2016 um 11:11 Uhr

    Es geht direkt interessant weiter heute um 13 Uhr im Amtsgericht Erkelenz, gegen die Kletteraktivisti.

    Der Prozesstag am 16. November war sehr interessant. Schon vor Eintritt ins Gebäude wurde den Zuschauern mit Polizeiräumung gedroht, da sie vor dem dümmlichen Neubau keine Möglichkeit hatten, sich trocken unterzustellen und die ebenfalls dümmliche Türöffnung damit überfordert war. Aus Angst vor Video- und Tonaufnahmen wurden beim Eintritt alle potentiellen Aufnahmegeräte einkassiert, auch ein antikes Nokia 5140. Der Grund dafür wurde beim Betreten des Saales klar. Schnell waren Räumlichkeit und Richter mit der gigantischen Personenmenge von 20 Gästen überfordert und die Frage, warum nicht mehr Stühle reingeholt werden könnten, wurde schließlich vom Richter mit Geschrei „ich diskutiere nicht mit dem Publikum“ und der Androhung beantwortet, Leute rauszuschmeißen. Das wäre ein Hit auf Youtube geworden, schade. Später wurde es dann doch noch wirklich gemütlich, von der Laienverteidigung wurde Knabberkram rumgereicht mit Hinweis, dass Besitz eine fragwürdige Erfindung sei und im weiteren Verlauf duzte der Richter versehentlich eine angeklagte Person, was aber weder dieser noch den Richter aufgefallen ist. Bevor dieser Bericht ins Unendliche abgleitet, hier eine Kurzfassung vom Eichhörnchen:

    „Prozess vom 16.11. (Demo an der Autobahnbrücke): die 3 Wahlverteidiger*innen (u.a. das Eichhörnchen) wurden nach §138 II StPO genehmigt . Es wurde 6 Stunden verhandelt. Es kam nur deshalb zu keinem Urteil, weil StA und Gericht den Vorwurf gegen die 3 Angeklagten änderten, nachdem die Verteidigung die Anklage aus dem Strafbefehl erfolgreich zerpflückte. Der neue Vorwurf macht die Formulierung und das Schreiben neuer Beweisanträgen notwendig. Da wollte der Richter aber Feierabend machen. Angeklagt ist weiterhin ein „Versuchter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr“. Aber da die zunächst angeklagte Tatbestandsalternative auseinander genommen wurde, wurde nun eine neue Gewählt (Versuch nach § 315b Abs. 1 Satz 3 statt bislang Versuch nach § 315b Abs. I Satz 2) . Nach Auffassung der Verteidigung ein weiterhin absurder Vorwurf. Fortsetzung findet am 5. Dezember 2016 um 13 Uhr . Solidarische Unterstützung erwünscht.“

    Quelle und mehr Details unter: http://blog.eichhoernchen.fr/post/Ende-Gelaende-2015-Die-Prozess-Lawine-rollt

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