„Offenbarungseid“

„Erklärung des Wiesenbesitzers:

Aus gegebenem Anlass ist hiermit die Beendigung sämtlicher drei Gerichtsverfahren anzukündigen, die gegenwärtig in Zusammenhang mit dem Hambacher Forst bei Gericht anhängig sind: Wiesenprozess – 3. Rahmenbetriebsplan Hambach – Verlegung der A 4.

Aus wirtschaftlichen Gründen ist mir die Fortführung dieser Verfahren nicht mehr möglich. Die bisher angefallenen Gerichts- und Anwaltskosten belaufen sich auf einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich.

Nunmehr konfrontieren mich die Steuerbehörden mit „räuberischen“ Steuerforderungen gegen Gesetz und Recht in Höhe von rd. 26.000 Euro, gegen die ordentliche Rechtsmittel nicht mehr möglich sind. Diese Steuerforderungen betreffen die Alt-GmbH meines verstorbenen Vaters, für diese Steuerschulden habe ich persönlich einzustehen.

Die recht aussichtsreiche Berufung gegen das abweisende Urteil des VG Aachen über den 3. Rahmenbetriebsplan Hambach müsste spätestens am 23. Dezember 2016 beim OVG Münster in NRW eingelegt werden. Aus dem Klageverfahren vor dem VG Aachen sind indessen bis zum 14.12.2016 Gerichtskosten von 1.218,-- Euro zu zahlen, darüber hinaus hat die RWE Power AG für ihre beiden Anwälte Kosten in Höhe von 2.763,19 Euro in Rechnung gestellt, in etwa dieser Höhe dürfte in Kürze auch das Land NRW Kosten für ihren Anwalt in Rechnung stellen.

Die Rechnung des für den „Wiesenprozess“ vor dem OVG Münster neu bestellten Anwalts ist angefordert, liegt zurzeit aber noch nicht vor.

Buir, den 09. Dezember 2016

Kurt Claßen“


6 Antworten auf „„Offenbarungseid““


  1. 1 Waldfreund 09. Dezember 2016 um 14:27 Uhr

    Einmal im Monat gab (gibt) es eine Waldführung des Waldpädagogen Michael Zobel.

    Eimal im Monat gab (gibt) es Spenden in nicht unerheblichem Umfang.

    Das Geld soll lt. Herrn Michael Zobel „dem Widerstand zugute kommen.

    Mir stellt sich hier die Frage, WIEVIEL von den Spenden WER erhalten hat und WIE es für den Widerstand verwendet wurde.

    Wieviel Geld hat man dem Menschen zukommen lassen, der den ganzen Widerstand im Hambacher Forst überhaupt erst möglich gemacht hat? Ich fürchte, dass genau dieser hier deutlich zu kurz gekommen ist, bzw. vielleicht sogar überhaupt nicht berücksichtigt wurde.

    Sollte dem so sein, dann ist es spätestens jetzt an der Zeit, dass einige Propagandisten (vor allem Herr Zobel selbst) ihr Tun überdenken und jetzt und zukünftig im Sinne des Widerstandes handeln.

    Vielleicht (und ich hoffe es) irre ich mich aber auch. Was genau geschah mit den bisherigen Spenden?

  2. 2 Tatjana 10. Dezember 2016 um 0:15 Uhr

    Wie wäre es jetzt mal den Wiesenbesitzer zu unterstützen!!!!

  3. 3 Michael 10. Dezember 2016 um 2:09 Uhr

    hallo zusammen,

    ich möchte bitten, die öffentliche diskussion um geld hier im netz zu beenden. und wenn es fragen gibt, dann bitte persönlich stellen, zum beispiel am kommenden sonntag, beim nächsten großen waldspaziergang… bis sonntag, 12.00 uhr, michael zobel aus aaachen

  4. 4 Franz 10. Dezember 2016 um 15:00 Uhr

    Hallo zusammen,

    die Reste des Hambacher Forstes sind absolut erhaltenswert. Ich begrüße den friedlichen Protest und die von Herrn Zobel durchgeführten Waldwanderungen. Durch diese bleibt das Thema im Focus der Medien und stets präsent.

    Die Worte von „Waldfreund“ stimmen mich jedoch sehr nachdenklich. Die Antwort von Michael Zobel noch mehr.

    Es handelt sich hier um öffentlichen Protest und öffentliche Waldspaziergänge. Ich bin durchaus der Meinung, dass dieses Thema einmal in aller Kürze abgehandelt werden soll. Eine kurze Erklärung und den Kritikern wäre der Wind aus den Segeln genommen.

    Ich kann mich nicht vorstellen, dass hier Spendengelder in die eigenen Taschen von irgendjemanden wandern. Das ist doch sicherlich schnell klargestellt. Vielleicht gibt es so etwas wie eine Buchführung über die bisherigen Spendengelder? Einfach kurz einstellen und die Sache hat sich erledigt.

    So sieht es ein wenig danach aus als wolle man das Thema vermeiden und habe etwas zu verbergen. Das muss nicht sein und ist keine gute Öffentlichkeitsarbeit.

    Den Aktivisten viel Kraft und einen schönen, friedlichen und informativen Waldspaziergang am Sonntag wünscht
    Franz

  5. 5 Gabriel 10. Dezember 2016 um 17:35 Uhr

    Warum soll die öffentliche Diskussion über Gelder beendet werden ?
    Der Wiesenbesitzer hat doch mit dem Jammern angefangen!
    Jetzt merkt mal, dass er die Zeche zu bezahlen hat?

    Willkommen in der Realität !

  6. 6 Wiesenbewohnerin 10. Dezember 2016 um 19:05 Uhr

    Hallo,

    Ich denke, dass ich ein wenig mehr Transparenz in die ganze Geldangelegenheit bringen kann.
    Ich war nicht bei allen Spaziergängen dabei. Aber während ich dabei war ist Herr Zobel immer recht offen damit umgegangen was mit dem Geld passiert. Meistens gab es eine Ansage im Camp oder kurz bevor der Geldsammel-Hut rumging in der erklärt wurde was dieses Mal mit dem Geld geschieht.
    Bisher ging das Geld oft direkt an die Wiesenbesetzung oder an andere regionale Anti-Braunkohle-Projekte. Was mit dem Geld auf der Besetzung geschieht entscheiden dann die jeweils anwesenden Besetzer*innen gemeinsem – zu den üblichen Ausgaben gehören bspw. Klettermaterialien, Flyer, Plakate oder wichtige Alltagsgegenstände, die nicht irgendwo gebraucht besorgt werden können, wie zum Beispiel spezielle Werkzeuge oder Materialien für Bauprojekte.

    Edit: Danke dir! Wichtig ist jetzt nicht so sehr, ewiglang nur zu diskutieren,wo irgendwelches Geld mal hingegangen ist (das wurde schon grundsätzlich richtig eingesetzt), sondern vor allem, Kurt jetzt zu unterstützen (was natürlich auch früher schon hätte passieren können). Ein Sonderkonto wird er Anfang nächster Woche einrichten, die Nummer findet ihr dann auf dem Blog. Es gab schon einige Zusagen für Spenden, hoffen wir, dass noch mehr zusammenkommt.

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