Rodungsarbeiten gehen weiter

Kurz vor Ende der Rodungssaison müssen jetzt noch einige Bäume daran glauben.

Seit gestern, dem 21.2., wird nord-östlich der alten Autobahnauffahrt der Wald gerodet. Dem allseits beliebtem Polizeisprecher Hinterhäcker zufolge, geht es darum, „Bäume zu fällen, damit dort der Müll aus der Erde geholt werden kann“. Ob damit die Braunkohle gemeint ist, ist von ihm noch nicht näher spezifiert worden.

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Donnerstag, 23.2.

Es wurde weder Sicherheitspersonal noch Polizeieinsatzskräfte gesichtet. Vielleicht sind die Arbeiten vorerst rum.
Der gerodete Bereich, befindlich an dem ehemaligen Mahnheimer Bürge Grillplatz umfast ungefähr zwei Fußballfelder größe.

Mittwoch, 22.2.

8:10 Polizeiwägen trödeln bei Deathtrap ein.
12:10Inzwischen hängen dort eine größere Anzahl von Wannen(Polizei-Einsatzkräfte-Tranzporter) rum, technische Wagen mit Kamera- und möglicherweise auch Mobilfunküberwachung sind auch dabei.
Von Rodungsarbeiten war noch nichts zu hören, möglicherweise machen die sturmartigen Windböen das ganze schwierig.

Dienstag, 21.2.

9:29 Ein Helikopter kreist über dem Gebiet. Edit: War wohl wahrscheinlich ein Zufall.
12:23 Schwere Maschinen fahren von Deathtrap aus in den Wald rein. Sieht nach Barrikadenräumung aus. Polizei begleitet das ganze in großer Zahl.
12:28 Polizei ist am Jesuspoint angekommen
13:03 Bullenangaben zufolge werden die Barrkadenräumungen noch bis 15 oder 16 Uhr andauern.
13:08 Nordöstlich der Sekubrücke finden Tagebauvorarbeiten statt. Baumkronen werden zermulcht, Wälle aufgeschüttet. Möglicherweise finden dort auch Munitionsräumungen statt
13:28 Barricades are now being cleared south of Jesus point, on the road leading to the road connecting Buir and Morschenich.
14:03 The way between meadow and jesus point is reported to be cop free now.
14:27 RWE have started the cutting of the trees north east of the secu-bridge now. A chopper flew over the forest, left 10 minutes later again.
15:05 Police confirms that they have left the forest west of the secu road.
Cutting will go on tomorrow, we think.


11 Antworten auf „Rodungsarbeiten gehen weiter“


  1. 1 Owl 21. Februar 2017 um 9:15 Uhr

    Passt auf euch auf! Ich bin in Gedanken bei euch!

  2. 2 Kurt Claßen 21. Februar 2017 um 10:33 Uhr

    Fragen und Forderungen an RWE:

    1.) Nach grober Einschätzung liegen die Rodungen bereits im Einzugsbereich der Wiese, d.h. im Bereich der Klage gegen den 3. Rahmenbetriebsplan Hambach! Ist dies zutreffend? Ggf. wäre ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die Rodungen möglich gewesen.

    2.) Warum gibt es kein veröffentlichtes Kartenmaterial darüber, wo genau die Grenze zwischen dem 2. und dem 3. Rahmenbetriebsplan Hambach verläuft? Um Herausgabe und Veröffentlichung einer maßstabsgerechten Landkarte darf gebeten werden.

    3.)Des Weiteren darf darum gebeten werden, künftige Rodungen im Einzugsbereich der Wiese so rechtzeitig anzukündigen, dass Rechtsschutz gegen etwaige Rodungen im gerichtlichen Eilverfahren noch möglich ist und nicht durch Überraschungsentscheidungen wie heute unterlaufen wird.

    21.02.2017
    Kurt Claßen

  3. 3 seven 21. Februar 2017 um 14:14 Uhr
  4. 4 Ink 21. Februar 2017 um 15:30 Uhr

    Hallo, an alle die es Interessiert: habe eben beim ZDF angerufen und mit geteilt, das im Hambacher Forst – trotz allem – scheinbar weiter gerodet wird und um weitere Berichterstattung gebeten. (Der letzte Bericht kam glaube ich bei „Drehscheibe“.) Viele Anrufe helfen vielleicht, Nr: 06131700 ….(wurde nach kurzem erzählen weiterverbunden)

  5. 5 Momo 21. Februar 2017 um 23:30 Uhr

    „Das betreffende Gelände dürfte gegenüber dem Fällungsbereich liegen, der bereits für eine Brunnenanlage gerodet worden ist.

    Man erreicht diese Mülldeponie (wohl richtiger: ehemalige Ölverbrennungsanlage), wenn man „ausgehend vom Parkplatztreff für die Waldführungen („Lotsenstelle 71″) den asphaltierten Weg etwa 300 – 400 Meter Richtung Manheim fährt. Linker Hand befindet sich dann der bereits für die Brunnenanlage gerodete Bereich, gegenüber die ehemalige Ölverbrennungsanlage (von Hintereker als Mülldeponie bezeichnet). Das Gelände ist durch einen Maschendrahtzaun von der asphaltierten Straße abgegrenzt. Auf der gegenüberliegenden Rückseite der „Mülldeponie“ befindet sich der Grillplatz. “

  6. 6 seven 22. Februar 2017 um 14:03 Uhr

    Dem allseits beliebtem Polizeisprecher Hinterhäcker zufolge, geht es darum, „Bäume zu fällen, damit dort der Müll aus der Erde geholt werden kann“.
    Und das ist gut so und seit mindestens 50 Jahre überfällig und zwar unabhängig ob dort jemals Braunkohle gefördert wird. Kein Mensch weis was und wieviel dort von der alten Anlage verbuddelt ist und ob es bereits das Grundwasser schädigt.
    Hier muss man RWE dankbar sein für die Sanierung. Und bevor weitere Mutmaßungen kommen: RWE beziehungsweise ihr Vorgänger RHEINBRAUN hat mit dieser Altlast nichts zu tun!

  7. 7 findus 22. Februar 2017 um 16:38 Uhr

    @seven Wie Nobel das sich endlich um diese Altlasten gekümmert wird
    , der Zeitpunkt ist natürlich rein zufällig gewählt. Da der Rest der Bewaldung eh verschwinden muss ist ein umsichtiger Umgang mit den umliegenden Bäumen nicht von Nöten. Zurück zum Beton!

  8. 8 Seven 22. Februar 2017 um 17:31 Uhr

    Hallo Findus, man kann alles schlecht reden. Die Stadt Kerpen war nicht in der Lage diese Altlasten zu beseitigen und mit dem fortschreitenden Tagebau war klar das RWE das machen muss. Wieso in diesem Fall eine solche Verschwörungstheorie? Wenn der Tagebau weitergeht dann wird man in zwei Jahren nichts mehr davon sehen und wenn der Tagebau nicht weitergeht ist eine gefährliche Altlast beseitigt. So what?

  9. 9 Seven 22. Februar 2017 um 17:34 Uhr

    Ergänzung:
    Wenn der Tagebau nicht weitergeht, wer würde dann für die Entsorgung gerade stehen?

  10. 10 findus 23. Februar 2017 um 20:43 Uhr

    Also von Verschwörung hab ich nicht gesprochen, ich glaube nur das RWE dass ganze nicht als Dienst an der Natur sieht sonder als Verbindung von Pflicht und Vorteil. Aber Dankbarkeit für RWE ? Das währe Verrat an jedem Lebewesen das die letzten Jahrzehnte von ihnen ermordet wurde! Ein ganzes Bergwerk voll Schuld auf ihren Schultern.

  11. 11 Kito 05. März 2017 um 10:48 Uhr

    In manchem Rahmenbetriebsplan ist ein Altlastenkarthaster.
    Da steht der Bergbaubetreiber ebenfalls in Verantwortung und oder eine Folgegesellschaft (in Sachsen u.a. die LMBV), die für die Sanierung zuständig ist. Ansonsten gibt es diverse Sanierungspläne z.B. für Altbergbaugebiete, was das Rheinische Revier im Ausstiegsfall wäre. Bei den Regionalen Planungsverbänden der Landeskreise sollte so etwas sein.

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