Hambachbahn sabotiert!

Auf indymedia haben wir folgenden Text gefunden:

Am 21.02.17 haben wir die Hambachbahn sabotiert. Wir haben einen Kurzschluss an den Oberleitungen verursacht, indem wir Drahtseil, an dem an beiden Enden ein Stein festgemacht war (mit Gaffa-tape), darauf geworfen haben. Das sollte fürs erste alle Kohlezüge im Umfeld zum anhalten bringen.

Diese Aktion soll eine Antwort auf die vor ein paar Tagen wieder begonnen Rodungsarbeiten im Hambacher Forst sein.


Probiert es auch aus, es macht Spaß. Ihr müsst einfach eine Brücke über den Gleisen finden. Wenn das Drahtseil die Oberleitungen trifft entsteht ein großer Lichtblitz (mensch sieht fürs erste nix mehr) und es macht einen lauten Knall. Also schaut euch erst die Umgebung an, ob da irgentwo Securitys stehen.

Free Turt*le, Free Thunfisch, Freedom for all Prisoners!


14 Antworten auf „Hambachbahn sabotiert!“


  1. 1 Horst Seehofer 25. Februar 2017 um 16:33 Uhr

    servus ihr lieben ELFen,
    ich finde eure Bemühungen und Aktionen voll toll, seid euch doch bitte nur mehr bewusst dass das Verwenden von Gaffatape so ziemlich das Leichtsinnigste ist was ihr machen könnt – keine andere Oberfläche nimmt dna so leicht auf und behält sie!
    überlegt doch ob ihr nicht mit ein paar (gut saubergemachten) kabelbindern genauso basteln haben könnt.

  2. 2 Kurt Claßen 25. Februar 2017 um 17:23 Uhr

    Ergänzungen, Klarstellungen und Vervollständigungen:

    Nach dem Blog-Ticker vom 21.02.2017 hat es an diesem Tage nicht nur Rodungen, sondern auch Räumung von Barrikaden gegeben.

    Die Barrikaden dienen dem Schutz der „Sitzstreiks“, die von den Baumhütten-Besatzungen durchgeführt werden. Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung stehen Sitzstreiks und damit auch die Baumhütten unter dem Versammlungsschutz des Grundgesetzes.

    Wer Schutz-Barrikaden für „Sitzstreiks“ beseitigt, greift damit also zugleich auch das Grundgesetz und die Verfassung an.

    25.02.2017
    Kurt Claßen

  3. 3 Ich 25. Februar 2017 um 18:19 Uhr

    Ich kann euch nur davon abraten. Das sind nicht nur 15 Volt sondern 15 000 Volt.
    Und so ein Blitz kann schon mal einige Meter gehen.

  4. 4 seven 25. Februar 2017 um 18:23 Uhr

    Man muss nicht alles posten.

    „Wenn das Drahtseil die Oberleitungen trifft entsteht ein großer Lichtblitz (mensch sieht fürs erste nix mehr) und es macht einen lauten Knall.“
    Vielleicht hört man den Knall auch garnicht mehr, weil man dann schon tot ist. Der lichtbogen ist schneller als der Schall
    Hab ihr euch schonmal überlegt das hier auch ganz junge unbedarfte Menschen mitlesen. Wenn die son Scheiss nachmachen!

  5. 5 Owl 25. Februar 2017 um 18:33 Uhr

    Vlt.ist ein sicherheitshinnweis ganz sinnvoll mensch sollte auf keinen fall noch in der Nähe eines Endes des drahtseils sein wenn dies die Leitung berührt bzw. In dessen Nähe ist. Stromschlaggefahr!!

    Stay safe!!

  6. 6 Ich 25. Februar 2017 um 20:51 Uhr

    Hoffe nur für euch das sich nie das seil an der Brücke verfängt.

  7. 7 Peter Alt 25. Februar 2017 um 20:56 Uhr

    Wer das Eigentum eines anderen beschädigt, macht sich strafbar. Deshalb ist das meiner Ansicht nach ein Aufruf von Kriminellen. Mit Protest hat dies jedenfalls nichts zu tun.

  8. 8 Peter Illert 25. Februar 2017 um 21:51 Uhr

    Auch wenn es eine Gleichstrombahn ist, so ist es doch hoch riskant. Nicht umsonst wurden die Aktionen gegen Strommasten in den 8oern wieder aufgegeben, nachdem es Schwerverletzte gab. So viel zum Thema „Spass“. Zudem ist es eine Art von Sabotage, von der kaum jemand was mitbekommt- bis man erwischt wird. Bei den heutigen Ueberwachungsmetzoden nicht unwahrscheinlich.
    Barrikaden haben mit Sitzblockaden überhaupt nichts zu tun. Sie sind ein nützliches Mittel, das Vorankommen von Fahrzeugen im Wald zu erschweren, aber grundrechtlich geschützt sind sie bestimmt nicht.

  9. 9 we are nature defending itself 25. Februar 2017 um 22:46 Uhr

    hallo, an die verfasser des texts auf indymedia:

    dass ihr (wahrscheinlich) enttäuscht und wütend über die wieder aufgenommenen rodungen des hambacher forsts seid, kann ich gut verstehen; ich bin es selbst auch.
    trotzdem: diese art der sabotage kann keine gute antwort darauf sein.
    1. ihr fördert damit, dass andere glauben, im hambacher forst seien hauptsächlich „chaoten“, denen ohne rücksicht auf mögliche folgen jedes mittel recht ist. das würde der akzeptanz eures widerstandes, dem zulauf zu den waldspaziergängen und dem widerstand gegen kohle allgemein sehr schaden!
    2. wollt ihr wirklich dafür verantwortlich sein, wenn deswegen jemand schwer verletzt wird oder stirbt, weil er eurem aufruf folgt?

  10. 10 SW 25. Februar 2017 um 23:09 Uhr

    Ein paar Dinge sollte mensch über Hochspannungsanlagen wissen:

    Lichtbögen die bei Kurzschlüssen und Leitern in der Nähe der spannungsführenden Teile enstehen können je nach Bedingungen meterweit springen.

    Die Kurzschlussleistung liegt kurzfristig locker im zwei bis dreistelligen Megawattbereich, was der Leistung eines Großkraftwerksblocks entspricht – wer davon getroffen wird, brennt wie eine Fackel

    Wer zu einer Sabotage wie der oben beschriebenen aufruft, hat entweder von diesen Gefahren keine Ahnung, oder nimmt billigend den Tod von Mitmenschen in Kauf.

    Ich gehe mal davon aus, dass den obigen Saboteuren der Tod von Mitmenschen nicht egal ist – und sie sich dieser Gefährdung nicht bewusst waren.

    Seid froh, dass Ihr noch lebt!

  11. 11 Donald Trump 26. Februar 2017 um 15:50 Uhr

    es gab mal ein zine das speziell für die brücken der hambachbahn folgende erfahrungsberichte zum besten gab:
    - die brücken haben (seitdem diese aktionsform sich häufte) zusätzlich zum geländer eine glaswand
    - wenn mensch sich auf die geländer stellt und die drahtseile an den beiden enden hält und die arme ausbreitet und gleichzeitig beide enden loslässt keine verbindung mehr zu stromleitung

    und ich hab mir mal selbst von so einer brücke das angekuckt und da sind gute 5 oder sechs meter abstand bis zu den kabeln. also sollte das (richtig ausgeführt) keine gefahr sein.

    und die kommentare weiter oben betreffend der gefährdung anderer: wo ist da denn das verletzungsrisiko für irgend ein anderes wesen?

    und bis jetzt sind in den letzten jahren trotz all der sabotage und attacken auf rwe noch keine toten bei dieser aktionsform (oder auch anderer) zu verzeichnen.

  12. 12 z 26. Februar 2017 um 15:52 Uhr

    tatsächlich wäre es sinnvoll, zu der Handlungsaufforderung noch einen Sicherheitshinweis zu schreiben. Aber so zu tun, als wären alle Aktionen an Stromleitungen unverantwortlich (wie das einige Kommentator_innen hier tun) halte ich auch für falsch.

    Wenn man vorher sorgfältig über Sicherheitsabstände und Lichtbögen recherchiert und in der Aktion vorsichtig ist, spricht nichts dagegen. Es ist eine einfache und sehr effektive Methode, Bahnen zu stoppen.

  13. 13 Kurt Claßen 26. Februar 2017 um 20:50 Uhr

    Das hier meint der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in seinem Urteil vom 22.09.2015, Aktenzeichen: 10 B 14.2246, Rz. 58, Satz 1, zu den Barrikaden:

    „Liegt eine Versammlung vor, so fallen grundsätzlich sämtliche Bestandteile oder Elemente dieser Versammlung in den Schutzbereich der Versammlungsfreiheit“.

    26.02.2017
    Kurt Claßen

  14. 14 SW 28. Februar 2017 um 0:41 Uhr

    Wer einen Aufruf verfasst, muss damit rechnen, dass es Menschen gibt, die ihm folgen.
    Menschen die dem obigen Aufruf folgen, ohne sich der Gefahren bewusst und mit den notwendigen Sicherheitsregeln im Umgang mit Hochspannung vertraut zu sein, begeben sich in Lebensgefahr.

    Genau das möchte ich verhindern.

    Zudem möchte ich erreichen, dass sich die Verfasser*innen von Aufrufen ihrer Verantwortung dafür bewusst werden.

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