„Ende Gelände Köln“ will Kohlezug im Stadtwald blockieren

Für Samstag, den 1. April kündigt „Ende Gelände Köln“ eine Blockade des Kohlezuges im Stadtwald in Köln-Lindenthal an. Die Aktivist_innen werden sich um 15 Uhr dem Zug in den Weg stellen, der das Kraftwerk Merkenich mit Braunkohle aus dem rheinischen Revier versorgt. Mit dieser Aktion wollen die Kölnerinnen und Kölner für die große Blockade im August trainieren. Es ist der Auftakt für vielfältige Klimaproteste in diesem Jahr.

„Wir möchten mit dieser Aktion ein Zeichen setzen und fordern damit den sofortigen Kohleausstieg“, sagt Lina Meyer. „Ein Ausstieg aus der
klimaschädlichen Kohleverstromung ist möglich und dringend nötig. Wenn die Politik den Kohleausstieg nicht beschließt, sehen wir uns genötigt, ihn selbst in die Hand zu nehmen.“

Schon heute bedroht der Klimawandel Lebensgrundlagen und Ökosysteme, vor allem im globalen Süden. Trotzdem hat die Rheinenergie AG, die das Kraftwerk in Merkenich betreibt, nur einen Anteil von 4,9% erneuerbaren Energien (2013) im Angebot. Der Großteil der Energie wird immer noch durch Kohle gewonnen. Dafür werden Dörfer zwangsumgesiedelt und Wälder zerstört. Rheinenergie gehört zu 80% der Stadt Köln und 20% RWE. Ende Gelände Köln fordert vom Kölner Stadtrat, seinen Einfluss zu nutzen, um das Heizkraftwerk Merkenich auf erneuerbare Energien umzustellen.

Die Kohlezugblockade reiht sich in eine Vielfalt von Aktionen für den Braunkohleausstieg ein, die im Jahr 2017 organisiert werden. Im August
werden tausende Menschen im rheinischen Braunkohlerevier mit massenhaften Aktionen zivilen Ungehorsams die Kohle-Infrastruktur
blockieren. Im November während des Klimagipfels in Bonn (COP23) sind weitere Aktionen geplant.

Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung vor Ort!

Zeit: 1 April 2017, 15 Uhr

Ort: Stadtwald Köln-Lindenthal (genauer Treffpunkt nach Absprache)


1 Antwort auf „„Ende Gelände Köln“ will Kohlezug im Stadtwald blockieren“


  1. 1 Ink 01. April 2017 um 8:53 Uhr

    Wünsche eine schöne, gelungene, fröhliche Aktion und hoffe Alle Beteiligte, im Besonderen „Sicherheitskräfte“ erkennen die sinnvolle Aussage.

    Wann soll der nächste Waldspaziergang sein?

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