Hambacher Forst Für den Erhalt des Hambacher Forstes und des Planeten Erde 2014-04-23T14:48:46Z Copyright 2014 WordPress Administrator <![CDATA[Aktuelles]]> http://hambacherforst.blogsport.de/2014/04/11/aktuelles/ 2014-04-11T12:51:59Z 2014-04-11T12:51:59Z Allgemein Mobilisierung Termine window.document.getElementById('post-709').parentNode.className += ' adhesive_post';

Wiederbesetzung am 26 April | Skill-Sharing Camp (12. -25. April) und Waldfest (12. April) | Widerstand im Garzweiler Revier: Widerstandsfest bei der Gärtnerei Mayer am 22. April: Gärtnern für den Widerstand, helfen auf dem Hof und abends Vortrag: „RWE – der Kampf um Kohle und Posten“ – Hochneukircher Weg 3, Borschemich

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Administrator <![CDATA[Bagger blockiert!]]> http://hambacherforst.blogsport.de/2014/04/23/bagger-blockiert/ 2014-04-23T14:30:12Z 2014-04-23T14:30:12Z Aktionen Repressionen Bagger blockiert! Bagger blockiert! Bagger blockiert!

Nachdem in den letzten Tagen eine Menge über Aktionen aus dem Hambacher Forst − vermeintliche Straftaten − berichtet und über schwindende Unterstützung aus der Bevölkerung für das Protestcamp getitelt wurde, gibt es heute mal eine andere Neuigkeit.
„Sie kamen mit Radlader, Forstmaschinen und einem Pickup in den Wald, unterstützt von einer Hundertschaft der Dürener Polizei mit der Absicht Infrastruktur der Wiesenbesetzung zu zerstören. Deeskalation nennt mensch das wohl!?“ bemerkt Isabell Schwarz forsch.
RWE befand sich mit ihren schweren Gerätschaften gerade auf dem Weg zu den Komposttoiletten, als sich Aktivist_innen erfolgreich in den Weg stellten. Die Polizei hat selbstverständlich ihr Bestes getan, um die Blockade gewalttätig zu unterbinden, so sehr, dass eine Aktivist_in nun mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus liegt. Zudem wurden vier Personen äußerst gewaltsam festgenommen und auf die Polizeiwache zur Identitätsfeststellung gebracht.
Die gute Nachricht jedoch: Ein Aktivist hat es geschafft sich an den Polizeireihen vorbei an einem der Bagger fest zu ketten und hat somit die ganze Aktion vorübergehend zum Stoppen gebracht.
„Drei Tage vor der bevorstehenden Wiederbesetzung des Hambacher Forsts setzen RWE und Polizei alles daran die Menschen vor Ort einzuschüchtern, zu schikanieren und vor allem zu kriminalisieren und die Mainstream-Medien lassen sich nicht nur auf diese Stimmungsmache ein, sondern geben ihr Bestes diese Hetze zu unterstützen“. sagt Isabell Schwarz.
Wie weit die Polizeiaktion aktuell im Wald fortgeschritten ist, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, doch wir vermuten, dass es weiterhin den RWE Mitarbeiter_innen schwer gemacht wird die Infrastruktur im Wald zu zerstören.

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Administrator <![CDATA[„We oppose all this shit“ Interview mit dem EarthFirst! Journal]]> http://hambacherforst.blogsport.de/2014/04/22/we-oppose-all-this-shit-interview-mit-dem-earthfirst-journal/ 2014-04-22T13:47:35Z 2014-04-22T13:47:35Z Presse Hintergründe Vernetzung Solidarität EarthFirst! Newswire

Das Earth First! Journal hat ein großes Interview zum Hambacher Forst, Räumung, Wiederbesetzung und dem Protest im Rheinland veröffentlicht!

Wer Interesse hat, die_der abonniere doch bitte den Newsletter der Seite, um mit den Freund_innen beim EF! Journal solidarisch zu sein und gleichermaßen auf dem aktuellen Stand der „direct actions in defense of living systems“ zu bleiben!

Hier das Interview

Und hier ein kurzer Auszug:

Since April 2012, activists in Germany have occupied the Hambach forest to prevent the expansion of Europe’s largest open-cast coal mine. The mine expansion project would mean the clearcutting of the forest and the eviction of thousands of local residents.

On March 27, 2014, the forest occupation was evicted by police. The next day, Sonny, an activist in the Hambach occupation, visited the Earth First! Journal office to tell us about the campaign, the eviction, and what we can do to help:

EF!J: What is the Hambach occupation? How long has it been going, and how has it changed in that time?

Sonny: My pleasure and thanks for giving me the opportunity to present a couple of things here, I really appreciate this!

The occupation exists to prevent the Hambach Forest from getting clearcut, to stop the mining in the area altogether, and as a visible point of resistance and coming together for different parts of the movement against the mining. And we also try to create a focal point for generating a broader discussion on topics like climate, energy, consumption, industry in particular and capitalism, hierarchy, war in general.

Officially it all started in April 2012 with the first occupation of the forest. But of course many people had already dedicated themselves to preparations beforehand and for example formed a Projecthouse in the nearby city of Düren to get things started and provide infrastructure. We are still running this house, named WAA, which translates to “Workspace for Actions and Alternatives,” and there are many interesting plans for the future.

So this occupation grew and stood strong until late November 2012 when it got evicted. It was the longest lasting eviction ever in Germany. There was a tunnel system underneath a two-story kitchen, and the coppers needed special mining rescue units to get the person in the lockdown out of there. Marvelous!

EF!J: Tell us about the recent eviction. What happened, and what does it mean for the campaign?

Sonny: The fucking coppers came in in the morning by the hundreds, cherrypicked everything, destroyed treehouses, spitefully cut down all the trees in the nearer surrounding, dragged people down the trees and put them in jail to forcefully take IDs.

But after the eviction is just before the occupation, you know?

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Administrator <![CDATA[Weitere Infoveranstaltung zum Hambacher Forst in den USA]]> http://hambacherforst.blogsport.de/2014/04/22/weitere-infoveranstaltung-zum-hambacher-forst-in-den-usa/ 2014-04-22T13:31:49Z 2014-04-22T13:31:49Z Hintergründe Vernetzung Solidarität Am Freitag, den 11. April 2014, fand eine äußerst gut besuchte Infoveranstaltung in Chapel Hill/NC (USA) statt.

Internationalist Books Chapel Hill

Im „Internationalist Books & Community Center“ kamen gut zwei Dutzend Menschen zusammen und neben der Info-Veranstaltung ging es in einer anschließenden Fragerunde vor allen Dingen um die aktuelle Lage der Bewegung im Rheinland – so dass insgesamt über 3 Stunden informiert, ausgetauscht, diskutiert und gefragt wurde.

Wir freuen uns über diese Vernetzung und Anteilnahme und senden unsere solidarischen Grüße und Liebe an alle Genoss_innen und Freund_innen überall dort draußen – und heute besonders nach Chapel Hill!

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Administrator <![CDATA[Wiesenbesetzung lädt AnwohnerInnen zu Besuch und Dialog ein]]> http://hambacherforst.blogsport.de/2014/04/21/wiesenbesetzung-laedt-anwohnerinnen-zu-besuch-und-dialog-ein/ 2014-04-21T18:17:25Z 2014-04-21T18:17:25Z Mobilisierung Termine Wiesenbesetzung lädt AnwohnerInnen zu Besuch und Dialog ein – Empörung über Presseberichte zu unbewiesenen Straftaten

Morschenich/Kerpen, 19.4.2014.
Die Wiesenbesetzung in Morschenich lädt AnwohnerInnen ein, das Camp zu besuchen, um mit den BesetzerInnen ins Gespräch zu kommen und sich selbst ein Bild über die Anliegen und Ziele der Klima-AktivistInnen zu machen.

Zur Zeit findet auf der Wiese bei Morschenich ein Skill-Sharing-Camp statt. Es gibt zahlreiche Vorträge und Workshops, in denen TeilnehmerInnen
unter anderem lernen können, welche wilden Kräuter essbar sind oder wie sie einen Erdkühlschrank bauen, der ohne Strom funktioniert.

In den letzten Tagen war in Pressemeldungen berichtet worden, dass Menschen aus dem Umfeld der Wiesenbesetzung SpaziergängerInnen bedroht
oder Fallen im Wald gebaut hätten. „Wir sind hier, um den Hambacher Forst vor der Abbaggerung zu schützen“, sagt die Besetzerin Anja Groll, „außerdem sind wir solidarisch mit den Menschen, die vom Braunkohletagebau betroffen sind. Ja, wir sind wütend
auf den Energiekonzern RWE, auf ihre sog. „Securities“ und die Polizei, die uns willkürlich festhält und teilweise verprügelt. Dennoch haben wir
bisher keinen Menschen verletzt oder gefährdet und haben das auch definitiv nicht vor.

Bei den vermeintlichen ‚Fallen im Wald‘ handelt es sich wahrscheinlich um unsere Kompostklos, die sich aber an sicheren Orten befinden. Jede bisher
von uns ausgehobene Grube wurde deutlich gekennzeichnet – auch im Interesse um das Wohlergehen anderer Menschen, die diesen Wald schätzen
und hier Ihre Zeit verbringen.”

Groll meint dazu: „Wir freuen uns stets über Besuch von Anwohnerinnen und Anwohnern und wollen, dass alle im Wald spazieren gehen können – nicht nur jetzt, sondern auch noch in den nächsten Jahrzehnten. Die Gewalt und die Einschränkung der Freiheit geht nicht von uns aus, sondern von RWE: Sie wollen den Wald zerstören, dass das im Wald Spazieren gehen dadurch für immer unmöglich wird gehört da noch zu den kleineren Übeln.
Allerdings hat dieser Konzern vielmehr Mittel, seine Interessen durch zu setzen: ob den Bagger, gut bezahlte LobbyistInnen, PolitikerInnen und
PolizistInnen, die zu Handlangern der Konzerninteressen werden, sogenannte ‚Securities‘ und Medien, die von RWE als Anzeigekunde abhängig sind.“

„Es ist absurd, wenn herabfallende Teile von unseren Baumhäusern als Sicherheitsrisiko dargestellt werden“, kommentiert Groll. „Das größte
aktuelle Sicherheitsrisiko geht vom Klimawandel aus… und der wird durch den Braunkohletagebau massiv verstärkt.“

Außerdem wird im „Kölner Stadtanzeiger“ berichtet, dass ein unbekannter Täter, der ‚in den Wald flüchtete‘, die Scheiben eines Polizeiautos
zerstörte. „Uns liegen außer eben jenem Artikel keinerlei Informationen darüber vor“, äußert sich Groll weiter. „Wir halten es für Rufmord, wenn
Menschen aus der Besetzung öffentlich mit einer Straftat in Verbindung gesetzt werden, ohne dass es hierfür Beweise gibt. “

„Die Presse berichtet häufiger davon, dass Strafverfahren gegen Klima-AktivistInnen eingeleitet werden“, sagt der Besetzer Matthias
Lehmann, „schade, dass sie nicht darüber berichtet, dass die allermeisten dieser Strafverfahren eingestellt werden mussten.
Wir hoffen, dass die Menschen sich eine eigene Meinung bilden und freuen uns über alle, die uns unterstützen oder einfach nur besuchen.“

„Dabei lohnt es sich das Camp zu besuchen“, erzählt Lehmann, „denn hier wird nicht nur Protest sichtbar, sondern auch ein klimafreundliches Leben
versucht: Die CamperInnen haben zur Kühlung von Lebensmitteln und Getränken Keller angelegt, –Gärten zur Versorgung mit lokalen und
saisonalem Gemüse, eine Solaranlage, die elektrische Geräte betreibt und es wird experimentiert mit der Stroh-Lehm-Bauweise.
Dazu wird alles kollektiv und hierarchiefrei betrieben, d.h. Alle teilen sich alle Aufgaben und helfen sich gegenseitig bei ihren Projekten, was
manchmal etwas provisorisch wirkt, aber doch zu mehr Ausgleich zwischen den Geschlechtern, zwischen Städtern und Landleuten, zwischen
AkademikerInnen und HandwerkerInnen führt. Entscheidungen werden stets im Konsensprinzip getroffen, so dass keine/r benachteiligt wird.

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Administrator <![CDATA[Hundert Polizist*innen für genau kein Zelt]]> http://hambacherforst.blogsport.de/2014/04/17/hundert-polizistinnen-fuer-genau-kein-zelt/ 2014-04-17T20:40:58Z 2014-04-17T20:40:58Z Presse Repressionen Gestern Nachmittag, am 16ten April, versuchte die Polizei vergeblich Zelte aus dem Wald beim Wiesencamp zu räumen. Dies scheiterte am Nicht-Vorhandensein der Zelte. Stattdessen wurde der Einsatz zu einem Clownsworkshop umgedeutet.

Am frühen Nachmittag inspizierte ein Ordnungsbeamter der Stadt Merzenich den Wald beim Wiesencamp. Er wurde eskortiert durch zwei Polizeibeamte. Noch bevor er den Wald erreichte suchten ca. 30 Aktivist*innen aus dem Camp, zum Großteil vermummt, Kontakt mit den drei Menschen. Es stellte sich heraus, dass die Polizei den Ordnungsbeamten gebeten hatte sich um das verbotene Wildcampen im Wald zu kümmern. Nach einer kurzen Diskussion stellte der Ordnungsbeamte fest, dass er keine Zelte sehen würde und der Fall somit erledigt wäre. Er und die beiden Polizeibeamt*innen entfernten sich also – immer noch begleitet von einigen Aktivist*innen – vom Camp.

Im Laufe des Nachmittags sammelten sich dann in der unmittelbaren Nähe des Camps zwei Pferdestaffeln, eine Hundestaffel, fünf Streifenwagen, mehrere Wannen und eine Hundertschaft aus Wuppertal. Auch im Nachbarort wurden zwei Streifenwagen stationiert. Eine Person, die versuchte heraus zu finden wozu dieses massive Polizeiaufgebot vonnöten sei, wurde kurzerhand festgenommen, weil sie sich weigerte einen Perso zu zeigen.
Nachdem sich dieses Polizeiaufgebot versammelt hatte, kam erneut der Ordnungsbeamte der Stadt Merzenich. Diesmal in Begleitung von ca. 10 Polizeibeamt*innen mit einem Hund. Erneut forderte er, dass die Zelte aus dem Wald entfernt werden sollen. Nach einer längeren Diskussion entschied die Polizei in einer Gruppe von ca. 30 Polizist*innen den Wald zu inspizieren. Erneut wurden die Polizist*innen von Aktivist*innen begleitet. Diesmal mischten sich mehrere Aktivist*innen in die Reihen der Polizist*innen. Die daraus entstehende Kette kann man sich wie folgt vorstellen: Bulle, Bulle, Bulle, Mensch in knallorangenem Hasenkostüm, Bulle, Bulle, Bulle, Bulle, Mensch mit schwingenden Pois, Bulle, Bulle, Bulle, Bulle, tanzender Mensch in Clownskostüm. Klanglich begleitet wurde dieser Zug von diversen Tierstimmen und mehreren kleinen Xylophonen. Auch in den Bäumen waren mehrere Aktivist*innen, die das Treiben von oben kommentierten.
Nachdem die Polizist*innen festgestellt hatten, dass wirklich keine Zelte im Wald stehen und das auch die Klohäusschen keine Zelte sind, machten Sie sich wieder auf den Rückweg. Leider ohne der Aufforderung sie mögen doch bitte gleich die ganze Scheiße mitnehmen zu folgen.
Der gesamte Einsatz hat ca. Vier bis fünf Stunden gedauert. Die festgenommene Person wurde kurze Zeit später wieder freigelassen.

Dieser Einschüchterungsversuch gehörte zu einer Reihe repressiver Maßnahmen. Diese sollen den friedlichen Ablauf des Skill-Sharing-Camps stören. Hier zu nennen wären unter Anderem die häufigen Polizei und RWE-Hubschrauber über dem Camp sowie die Beobachtungen durch Polizei und RWE-Security im Wald und in unmittelbarer Campnähe.
Die zahlreichen Workshops und das selbstorganisierte Campleben zeigen, dass selbst diese massiven Einschüchterungsversuche das Camp nicht in größerem Ausmaß stören können. Stattdessen wurde der Polizeieinsatz auf kreative Art und Weise zu einem Clownsworkshop umfunktioniert.

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Administrator <![CDATA[Solidemos in Bonn und Demin]]> http://hambacherforst.blogsport.de/2014/04/17/solidemos-in-bonn-und-demin/ 2014-04-17T13:48:08Z 2014-04-17T13:48:08Z Aktionen Solidarität In den vergangenen Tagen gab es zwei Demonstrationen, die ihre Solidarität mit dem Hambacher Forst ausdrücken wollten und die auf die Wiederbesetzung am 26.04 mobilisieren sollten. Am 13.04 in Demmin und am 12.04 in Bonn.

Demin: Am 13.4. gab es eine kleine spontane Unterstützungsaktion für die Wiederbesetzung vom Hambacher Forst am 26.4.
In Solidarität mit dem Widerstand gegen die Waldzerstörung für den Braunkohletagebau kletterten einige Menschen in die Bäume im Stadtzentrum von Demmin und zeigten direkt am Luisentor den Passant_innen das Banner mit: „URWALD ERHALTEN – HAMBACHER FORST 26.4.“

Die Probleme sind nicht nur im Hambacher Forst und so setzten sich die Menschen bei der heutigen Aktion allgemein für den Erhalt und Ausbau der Wälder und von Bäumen ein. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den waldarmen Regionen und würde noch ein paar mehr Bäume durchaus brauchen können. Das Stadtbild von Demmin ist genauso als arm an Bäumen zu bezeichnen.
Hambacher Forst bleibt!

Bonn: Am Samstag Morgen haben wir uns mit ca. 50 Menschen versammelt um für den Erhalt des Hambacher Forstes und damit gegen die Förderung und Verstromung von Braunkohle durch RWE zu demonstrieren. Wir trugen unsere Solidarität mit dem ausdauernden Widerstand der Wald- und Wiesenbesetzer*innen im Hambacher Forst bei Köln auf die Straße.

Dort wurde die Waldbesetzung am 27.3. erneut von der Polizei geräumt, doch nach der dritten Waldbesetzung steht eines fest:

die vierte Waldbesetzung und zwar am 26.4.14!

Bei der Auftaktkundgebung am Kaiserplatz wurde deutlich gemacht, wie groß das Ausmaß der Zerstörung durch die Stromgewinnung aus Braunkohle ist. Sie ist der dreckigste Energieträger, den wir kennnen. Bei der Verbrennung von einer Tonne Braunkohle wird eine Tonne CO2 frei. Die Tagebau sind bis zu 400m tief, das Grundwasser muss auf 500 m abgepumpt werden. Ganze Dörfer müssen den Baggern weichen. Und eben auch der Hambacher Forst, eine der letzten ökologischen Oasen im Rheinland! Von den ursprünglich 5500 ha sind nur noch ca. 1000 ha übrig und jedes Jahr von Oktober bis Februar wird der Wald ein Stück mehr zur Todeszone.

Zur Zeit sind 17 weitere KOhlekraftwerke im Bau bzw. in Planung. 2013 wurde so viel Braunkohle verbrannt wie seit 20 Jahren nicht mehr! Energiewende?

Die Aktivist*innen im Hambacher Forst haben nach noch keiner Räumung ihren Widerstand gegen diese unfassbare Umweltzerstörung aufgegeben. Und wir rufen gemeinsam mit ihnen dazu auf am 26.4 den Hambacher Forst massenhaft und entschlossen neu zu besetzen!

Unser kraftvoller und bunter Protest erreichte bei strahlendem Sonnenschein viele Bonner*innen in der Innenstadt und auf dem Altstadt Flohmarkt. Außerdem baute die Gruppe antiatom-Bonn das gelbe X der Bewegung am Hauptbahnhof auf und widmete es diesmal dem Hambacher Forst. Es wird noch bis zum 26.4., dem Tag der Wiederbesetzung dort stehen.

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Administrator <![CDATA[Proteste und Blockade bei der JHV von RWE]]> http://hambacherforst.blogsport.de/2014/04/17/proteste-und-blockade-bei-der-jhv-von-rwe/ 2014-04-17T10:46:05Z 2014-04-17T10:46:05Z Aktionen Presse Pressemitteilung von ausgeco2hlt:

Essen, 16.4.2014. Die Jahreshauptversammlung von RWE, die momentan in der Grugahalle stattfindet, wird dieses Jahr wieder von entschlossenen Protesten begleitet. Gegen 8.45 Uhr blockierten ca. 20 Menschen den Zugang zur GDSCN1735rugahalle, indem sie sich in die vier Eingangsschleusen setzten oder an die Gitter ketteten, und dadurch den Strom der Aktionär*innen aufhielten. Dies führte zu einem verspäteten Beginn der Jahreshauptversammlung. In der Grugahalle protestierten Klima-Aktivist*innen während der Rede von dem Vorstandsvorsitzenden Peter Terium mit Transparenten gegen die Konzernpolitik.

Vor der Grugahalle fand außerdem eine Kundgebung statt, zu der ein Bündnis von politischen Gruppen aufgerufen hatte, darunter der Dachverband Kritischer Aktionär*innen, die Kampagne #NichtWir, Greenpeace Essen, 350.org, urgewald und ausgeCO2hlt. Die Redner*innen erinnerten die Gäste der Jahreshauptversammlung, dass sie „den Klimawandel finanzieren“ und dass es keine gesellschaftliche Akzeptanz mehr für Investitionen in fossile Energien gibt.

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Administrator <![CDATA[KAMPF UM DEN WALD]]> http://hambacherforst.blogsport.de/2014/04/15/711/ 2014-04-15T18:48:29Z 2014-04-15T18:48:29Z Allgemein InfoInfo

KAMPF UM DEN WALD
Von TIM
Teil 2/3

Ein Dreiteiler über Bäume, luftige Höhen, eine Räumung und darüber, was ich damit zu tun habe.
All dies geschah vor nicht allzu langer Zeit in den Bäumen des Hambacher Forst bei Köln.
Der kommende Text soll Menschen einen Einblick in meine Gedanken, Gefühle und Emotionen ermöglichen. Einen Einblick in eine Situation, in der ich mich befand und wie sie zustande kam.

Teil 1. „Der Anfang“

Im Teil 1/3 der Anfang beschrieb ich das Auftauchen der Polizist_innen mit den schweren Maschinen, den Geräuschen der Kettensägen und Fräsen im Hintergrund. Den letzten Funkspruch zu den anderen Bewohner_innen der Bäume und den ersten Kontakt mit Kletterpolizist_innen, endend mit dem Klacken eines Vorhängeschlosses.

Teil 2. Gebunden.

Ich sitze aufrecht in meiner Hängematte, mit beiden Händen in einem Metallrohr um den Baum Testimo festgekettet, in dem ich lebe, 25 m über dem Boden. Die Befestigung meiner Sicherung liegt zwei Meter über meinem Kopf in Testimos Krone, mit dem Arsch Richtung Tagebau und vor mir sehe ich den Kirchturm des Dorfes Buir. Mich wärmt ein BW-Schlafsack mit integrieten Ärmeln und Füßen sowie dazugehörigem Wind- und Regenüberzug. Dicht hinter mir sitzt der_die zweite Baumbewohner_in und versorgt mich mit Wasser, Schokolade oder einem Stück Obst. Mit Testimo verbunden sitzen wir hier oben, blicken über die Kronen und betrachten das Treiben am Boden. Ich bin nicht mehr nur ein Besetzer, ich bin ein Bewohner des Waldes, der Natur. Im Kreislauf, nicht außerhalb. Wenn er gefällt wird, werde ich mitgefällt. Es wurde viel geredet, jetzt ist Schluss. Wir zeigen unsere Entschlossenheit.
Ihr da unten an den Absperrungen, die, die gerade zu uns hinaufrufen, ihr, die die Pressearbeit leistet und den Internet-Blog aktualiesiert, Bienennester in dir RWE-Zentralen werft, Tee und Suppe zu uns bringt, den Internet-Blog gespannt mit Tränen und Texten fühlt, gerade vor Wut auf die Straße geht, uns Eure Solidarität bekundet. Danke! Dies zu wissen hält uns stark.
Ich würde euch zuwinken, meine Freude zuschreien, mit euch telefonieren. Dies kann ich aber gerade nicht. Ich habe mich aus Liebe und Achtung gegenüber dem Wald an Testimo gebunden. Für den Kampf, der mir hier oben noch bevorsteht, muss ich meine Energie und Sprache sparen.
Ein Knacken und das Geräusch von zerberstendem Holz schallt durch den Wald. Der Stamm vibriert. Soeben wurde eine der im vorderen Bereich stehenden großen Bäume ermordet. Wut. Mein Blut kocht. Mir fließen die Tränen. Ich schreie laut. Ein Freund ist tot, ermordet, über 15 Jahre mag er schon gewesen sein. Die Trauer und Tränen zeichnen die kommenden Minuten. Das Leben im Wald hat mich verändert. Hier wird Dir keine Feindschaft entgegengeschmissen, er schenkt Dir Sauerstoff, Essen, Leben. Er wirkt ständig auf mein Wesen und beeinflusst, sensibilisiert meine Wahrnehmung, sagt „Achte auf das, was hier passiert, schaue und lerne. Du bist willkommen.“ Der Schmerz, nun einen Freund verloren zu haben, treibt neue Tränen in mein Gesicht. Ich denke an Testimo, der heute oder spätestens in zwei Jahren den hier stattfindenden Raubbau nicht überleben wird. Er ist hier fest verankert, kann nicht abhauen, umgesiedelt werden, so wie die Menschen in den Dörfern oder wie ich, der hier oben sitzt. Er wird sterben. 200 Jahre stand er hier und bald wird er in Minuten ermordet, dann zerstückelt, nummeriert und vekauft, um ihn dann weiter zu zersägen, zu verarbeiten und mit einem Preisschild zu versehen. Beim Raumausstatter rumzustehen, ein Objekt, ein Warengegenstand, Baumaterial oder Brennstoff.
Mein Freund.

Monkey Town

In der Kabine der Hebebühne kommen so langsam zwei Polizist_innen hochgefahren. Sie fragen wie es uns geht. „Beschissen“, schließlich seid ihr ja da. Die Bütten von RWE. „Andere Frage, wie geht es euch körperlich?“ „Na, wir hängen hier ab.“ Ein Polizist steigt aus der Kabine und klettert langsam zu uns hinauf.
Als er auf unserer Höhe angekommen ist, macht er die Plane, die mich vor dem Wind schützt, zur Seite. Er schaut sich kurz das Metallrohr an, was sich zum Teil noch in der Tragetasche befindet und mit Schlingen am Baum gehalten wird. Wir weisen ihn darauf hin, dass ich mit der Krone des Baumes über mir gesichert bin und dass falls sie die Überlegung haben, die Krone so rauszuschneiden oder alles im Weg stehende für die Bühne einfach weg zu sägen, werde ich aufgrund meiner Verankerung im Metallrohr mir beim Fallen beide Arme brechen.
Was ich hier tue, habe ich mir im Voraus gut überlegt, habe mich darauf vorbereitet und geübt. Mental und körperlich versuche ich Ruhe sowie innere Stärke zu finden, mich nicht provozieren zu lassen und meine Aufgabe nicht zu vergessen. Die bestimmte und ausgewählte Aufnahme von Wasser und Lebensmittel, bevor die Polizei sie mir entzieht. Training der Muskulatur und Bewegungsabläufe, um den Kreislauf in Schwung zu halten. Damit die Beine nicht taub werden, drücke ich sie öfter durch oder stämme sie gegen etwas. Meine Hände presse ich zusammen und öffne sie wieder. Das Schlimmste ist aber, Ruhe und Fassung zu bewahren, wenn Du ausgelacht oder beschimpft wirst oder sie sagen, sie seien auch gegen RWE, aber machten jetzt trotzdem diesen Unsinn. Im Ernstfall spielt soviel eine Rolle, was auf dich wirkt, Deine Kraft und Stärke raubt, das psychische und das körperliche Befinden einzuschätzen. Die Länge, in der Du in dieser Position bei der Räumung ausharrst; das Wetter, sowie das Vorgehen der Polizist_innen. Desweiteren, die Tatsache, dass ich keinen Schlüssel habe, um im Notfall das Schloss selbst öffnen zu können. Wir nehmen uns absichtlich die Möglichkeit, das Schloss im Notfall öffnen zu können aus folgendem Grund: Würden die Polizist_innen erfahren, dass wir uns hätten befreien können, würden sie bei zukünftigen Ankettaktionen uns wahrscheinlich quälen, bis wir aufgeben und uns selbst befreien. Ich werde mich ganz darauf einlassen. Sei es, dass ich hier ohnmächtig werde, runter gesägt werde oder sonstwas. Einige sagen, das sei Unsinn, so weit zu gehen. Ich sage, für mich nicht. Für mich macht es Sinn. Ich weiß, dass ich alles in meiner Kraft stehende tun werde, um diesem System ein Ende zu bereiten. Ich habe diese Form der Aktion gewählt, denn im Augenblick scheint mir nichts anderes mehr zu bleiben. Ich werde so zu verstehen geben, wie wichtig es mir ist. Mein Drang zu lernen, zu Liebe und zu leben bestärkt mich. Ihr geht mit der Erde um, als gäbe es eine Zweite. Alles wird verwertet, worin Profit gesehen wird. „Produktiv“ oder „unproduktiv“ sind die Stempel in den Köpfen dieser Zeit. Alles hat einen Warenwert, kalkuliert, berechnet, eine Nummer im System. Es sterben an den Grenzen um Europa täglich Menschen. Wir bauen diese Grenzen. Menschen verhungern und werden ermordet. Wir betonieren ganze Ökosysteme, stellen Teile dieser in Zoos aus und nennen das Artenschutz. Ich weiß nicht, wie ich es den Menschen verdeutlichen soll, Konzerne und ihren Raubbau sichtbar zu machen. Ich werde alles Mögliche tun, um mich ihnen in den Weg zu stellen, zu sagen “Stopp, hier nicht weiter!” Ich werde mein Leben riskieren. Ja, dies ist meine Entscheidung.
Der_die Polizist_in steigt in Richtung des Baumhauses ab. Immer mehr Polizist_innen werden mit dem Hubsteiger hinauf gebraucht. Sie schauen sich das Baumhaus genauer an, inspizieren das Innere und bekunden ihren Respekt vor diesem Bauwerk. „Scheint mir gemütlich zu sein” und “sogar mit Holzofen” sind einige der Sätze, die sie in unsere Richtung abgeben.
Jedes Baumhaus ist einzigartig und wird mit Rücksicht auf die Begebenheiten und Wuchseigenschaften jedes Baumes erbaut. Das Baumhaus in Testimo hatte zwei Etagen. Auf ihnen fand mit ca 8 m² viel Leben in den letzten Monaten statt. Es beinhaltet eine Küche, einen Balkon, einen Holzofen und ein gemütliches Bett. Die Wände, das Dach und der Fußboden sind mit Stroh isoliert. Fenster ringsherum geben einen eindrucksvollen Ausblick auf den Wald und sein Leben. Den schönsten Garten, direkt vor der Haustür.

Monkey Town

Die zweite Hebebühne wird langsam in Position gebracht. In der Kabine machen sich drei Polizist_innen für den Aufstieg bereit. Sie haben Werkzeuge wie Sägen, Brechstangen und Kettensägen geladen. Alles, was ihnen und der Hebebühne im Weg scheint, wird kurzerhand mit der Kettensäge entfernt. Das Sägen in den Ausläufern von Testimo spüre ich im Metallrohr. Es schmerzt mich wie eine Verletzung an meinem eigenen Körper. Sie verstümmeln ihn. Mein Puls rast. Es kocht in mir. Ich konzentriere mich auf meine Atmung. Reg‘ dich nicht auf, Du brauchst deine Kraft noch. Wut, Hass, Angst in diesen Momenten zu kontrollieren ist das Schwierigste. Sie dürfen nicht Herr deines Kopfes werden. Ich muss stark bleiben, obwohl ich ausgeliefert bin. Ich bin festgekettet und sehe und höre, was fünf Meter unter mir passiert.
Stunde um Stunde vergeht. Die Sonne zieht auf ihrer Bahn. Sie reißen mein Baumhaus ein. Meine Wohnung, mein Zuhause der letzten Monate. Stück für Stück tragen sechs Polizist_innen es ab.
Das Dach einzureißen würde bei jedem normalen Haus einfacher sein. Ich habe in den letzten Monaten alle Winde und Stürme hier oben erlebt. Bis zu 120 km/h und es hat gehalten. Nichts ist gebrochen, runtergefallen oder drohte zu brechen. Es ist ein Baumhaus, es wird für soetwas gebaut.
Jedes für sich ist eine architektonische Leistung. Es beinhaltet Verständnis für Konstruktion und Bewegungsabläufe, desweiteren Kenntnisse über Knoten- und Wickeltechniken, da kein einziger Nagel in die Bäume geschlagen wird. Eine Bauweise, die im Stahlbeton-Denken schwer vorstellbar ist.
Ein starrer Baum würde brechen. Jedpoch ein gesunder Baum mit Haus drin, der sich im Sturme wiegt, der bricht nicht. Als ich die ersten Tage im vollen Winde hier oben verbrachte, hatte ich nicht das Gefühl, sondern sah, wie das Baumhaus bewegt wurde. Es hob und senkte sich, das Essen in den Regalen fiel heraus. Geräusche um mich herum, die ich nicht kannte.
Das wachsame Auge sieht, ewie sich die Konstruktion verhält. Immer wieder raus gehen und schauen, wie sich der Baum verhält. Die Balken und Knoten regelmäßig überprüfen. Kleinere Repaturen durchführen. Das Vertrauen zu der Konstruktion wuchs, wie das Sicherheitsgefühl beim Klettern im Gurt und beim Bauen. Spaziergänger verlaufen sich selten und treffen auf die Waldbesetzung. Meist suchen sie gezielt die Baumhäuser. Sie einmal gesehen zu haben und ein Foto zu machen. Ein eigenes Bild von dem Ort zu machen. Den Wald erkunden, sich ein kurzes Stück erholen, dem Trubel des Alltags entziehen. Die Flucht in den Wald, raus ins Grüne treibt so manch einen in den Hambacher Forst.
Ich durchlebte mit Testimo das Blätterfallen im Herbst, den Frost im Winter und jetzt den Anfang des Frühlings.
Bei Wind und Regen fühlte ich mich in ihm sicher, wohl und geborgen. Und soeben wird mein Haus abgerissen und der Baum verletzt, getötet. Sie reißen alles bis auf die Plattform ab. Decken, Lebensmittel, Matratze, Glasfenster und der Ofen werden runter geschmissen. Hinter mir sitzt die gesammte Zeit die zweite Bewohner_in und zittert, weint leise und kocht vor Wut. Zwischendurch gibt sie mir Wasser zum Trinken und Nüsse zum Essen. Dicht an mir sitzend, stützen wir uns gegenseitig, schenken uns Kraft und das Gefühl, nicht alleine zu sein. Was im vorderen Bereich geschieht, wie es den anderen geht, und was außerhalb des Waldes so passiert, wissen wir nicht. Abgeschottet von der Außenwelt. Hunderte Polizist_innen mit schweren Maschinen haben ein Ziel: Uns hier rauszuholen. Feuerwehr, Sanitäter und diese immer grinsenden Mitarbeiter von RWE. Sie können nur so stark sein, wenn sie ihre „Wachhunde“ von der Security dabeihaben oder Polizist_innen. Alleine trauen sie sich nicht durch den Wald oder durch die Straßen der abzubaggernden Bereiche. Die Bosse verschanzen sich hinter Stacheldraht, Kameras, hohem Sichtschutz, Zäunen und Panzerglas. Um ungestört ihren Raubbau an der Natur durchzuführen und ihre Geldgeschäfte auf dem Computer steigen zu sehen. Auf Landkarten neu Grenzen zu ziehen und darüber entscheiden, wie viele nun ihre Arbeit verlieren, um den Profit weiter in die Höhe zu treiben.
Eine riesige Maschinerie, die sich aufgebaut hat und mit unserem Leben verflechtet ist.
Wir haben sie mitgeschaffen, gestützt, gefüttert und konsumiert, also liegt es an uns, diese zum Einsturtz zu bringen.
Es wird allmählich dunkel, die Sonne steht dicht über den Kronen des Hambacher Forst. Seit heute Mittag hänge ich jetzt hier oben und warte darauf, dass sich die Polizei uns widmet. Die Polizei kommt mit Hilfe der Hebebühne an uns herangefahren. Sie teilt uns mit, dasd das Land NRW nicht mehr Geld/Zeit eingeplant hat für diesen Einsatz und sie nun abbauen würden. Nach all den polizeilichen Einsätzen muss denen doch bewusst sein, dass sie nie wissen, was auf sie zukommt. Unkalkulierte Situationen waren bis jetzt immer vorhanden. Es hat immer länger gedauert, als geplant und dass sie uns nicht so einfach aus den Bäumen bekommen, das steht ja schon lange fest. Ich sage ihnen, dass es hierfür keinen Schlüssel gibt und wenn sie räumen wollen, müssen sie es durchziehen oder die Finger ganz vom Hambacher Forst lassen. Herkommen, alles einreißen, Bäume fällen, keinen Beschluss von einem Gericht, der Stadt Kerpen vorlegen, Testimo verstümmeln und dann wieder fahren. Sie kommen nicht drum herum: Sie werden auch mich herausholen müssen. Oft bekunden sie mir ihr Verständnis, dass sie Familie haben und sich auch Gedanken über die Zukunft machen. Das wird die Situation nicht entschärfen.
Ich habe Angst um meine Zukunft, um die Kinder, die einst geboren werden. Meine Mutter hat gerade in diesem Augenblick auch Angst um mich. Was bringt uns ein toter Planet. Verseuchte Flüsse, abgeholzte Wälder und kaum Luft zu Atmen. Damit später einst die Menschen Wälder aus Videos kennen, Tiere weiter im Zoo begaffen. Medikamente schlucken, um Krankheiten zu heilen, die noch keinen Namen haben. Das Ökosystem aus einem Buch lernen, die ausgerotteten und vom Aussterben bedrohten Arten ganze Buchbänder füllen.

Der letzte Teile wird in den kommenden Tagen auch Online gestellt. Sie alle stehen zur freien Verfügung.

Tim

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Administrator <![CDATA[Meldung von der Polizeiwache Düren]]> http://hambacherforst.blogsport.de/2014/04/14/meldung-von-der-polizeiwache-dueren/ 2014-04-14T17:41:40Z 2014-04-14T17:41:40Z Aktionen Repressionen Solidarität Polizeiwache Düren Polizeiwache Düren Polizeiwache Düren

Heute Morgen um halb 5 Uhr sind zwei Menschen in Düren von drei Polizeiwägen angehalten und nach ihren Personalien gefragt worden. Nachdem sie diese nicht rausgegeben haben, wurden sie von den Polizist_innen in Handschellen gelegt und durchsucht. Dies alles geschah ohne Angabe eines Grundes, die die Personalienfeststellung gerechtfertigt hätte.
Als sie bei den Personen keine Ausweise finden konnten schleppten sie die beiden mit auf die Polizeistation. Dort wurden sie von den Polizist_innen zum ausziehen genötigt. Eine Person wurde gewaltsam nackt ausgezogen. Als gegen 5 Uhr sie immer noch nicht am verabredeten Ort auftauchten wurde bei der Polizeidienststelle Düren angerufen. Diese bestätigte die Ingewahrsamnahme von zwei Personen. Darauf hin wurde ein Anwalt eingeschaltet, warmer Tee, Decken und Essen eingepackt. Gegen 6 Uhr machten sich vier Unterstützer_innen die sich mit den in Gewahrsam genommenden solidarisch erklären auf den Weg zur Polizei. Die erste Person wurde nach dem sie ihre Personalien abgab rausgelassen und kam den Unterstützer_innen entgegen. Die zweite Person wurde mehrfach unter Druch gesetzt, es der anderen Person gleichzutun. Einmal wurde noch der Spruch: „Dann leide!“hinterhergeschoben.
Nach mehreren Stunden wurde sie genötigt, ihre Fingerabdrücke zu geben und es wurden Fotos von ihr gemacht. Die Pointe des Ganzen: Ein Verhör, bei dem sich herausstellt, dass keine Straftat und keine Anzeige vorliegt. Weiter meint „der Verhörer“ dann aber dass die Kollegen noch keine Anzeige geschrieben hätten…
Als die zweite Person rausgelassen wurde, machten sich alle gegen 10.30 Uhr auf den Weg nach Hause.
Immer wieder kommt es zu solchen Übergriffen seitens der Polizei in Düren. Straftaten werden sich aus dem Hut gezaubert, Personenkontrollen werden willkürlich durchgeführt. Menschen müssen mit Schikanen und Einschüchterungen durch Polizist_innen umgehen.

14.04.2014 Düren

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